2007-06-26

das chaos schlägt zurück

chaos in meiner jobplanung ist mir ja immer ein greuel - und ganz besonders dann, wenn private dinge, die außerhalb meines einflussbereichs liegen, mit dem job kollidieren und alles in einen wirren haufen verwandeln, aus dem ich mich mühsam wieder rausfitzen muss.
nun hab ich mir ja die neue mieze in den kopp gesetzt. und die züchterin wohnt entspannte 400 km von hier weg. so weit, so okay - es war schon immer etwas aufwendiger, einen geschmack zu haben, der nicht direkt am mainstream siedelt. aber nun isses derart schwierig, einen termin zum abholen der kleinen fellfresse zu machen, da die dame - clevererweise - ihre planung von nerverei freihält und mir termine in recht engem rahmen vorschreibt. nun kippe ich also nicht nur meine planung, sondern zieh da auch noch sweets mit rein, da ich nach so langen strecken autofahren immer dermaßen knochenbreit bin, dass ich anderntags zu gar nix mehr zu gebrauchen bin.
im klartext: da es der dame nur ende dieser woche rechtzumachen geht, musste sweets seine termine auf gesternheutemorgen verlegen und nochmal umlegen, ich meine auch, dann kommt noch ein chaotischer kunde dazu, der heute um 12 immer noch nicht weiß, ob er meine dolmetschdienste morgen 09:00 am ar...m der welt braucht oder nicht (hallo? schon mal was von vorbereiten gehört? ich bin doch kein wandelndes maschbau-technikwörterbuch!), und so sitz ich hier rum und kann nicht mal nen anderen job für n anderen kunden annehmen, weil - siehe oben - nicht klar ist, ob ich dafür überhaupt zeit haben werde. es ist zum kotzen aus-der-haut-fahren.
sowas hasse ich.

immerhin ist der tierarztbesuch gestern recht unterhaltsam gewesen (sukie sieht das vermutlich anders) - schon die hinfahrt in einer klappbox mit deckel in meinem bretthart gefederten hobel: die akustische untermalung war - nun, sagen wir: interessant. grade auch, weil das tobende gewitter die sache nicht wirklich entspannte. nach jedem donnerschlag kreischte mein armes miezentier zum gotterbarmen, und zwischendurch auch. dann dank grandioser ortskenntnis und ausschilderung verfahren - klasse, bei dem wetter kommen einem immer noch geistesgestörte in pritschenwagen entgegen, die rasen, als obs kein morgen gibt. was für solche halbhirne vermutlich sogar gelegentlich zutrifft.
beim viecherdoc endlich waren wir sofort dran (danke, uli!!), zunächst war das miez ja gottfroh, aus ihrem kasten rauszudürfen. die freude währte jedoch nicht lange :o) impfen und blut abnehmen. vor allem letzteres war ja auch wieder nicht ohne - vorher teilrasur (an der katze natürlich! *grins*)und dann vene finden und miez zum stillehalten überreden. war nicht so einfach. aber was lange währt ... und sie war auch nicht lange böse. erstaunlich, wie schnell einem die viecher solche garstigkeiten verzeihen. ich glaub, ich als katze wär da länger nachtragend.

ausgleichender gerechtigkeit halber hat sie mir dann abends wieder ne maus gebracht, also ich freu mich ja über liebesbeweise dieser art, besonders nach dem ta-besuch, aber muss sie die immer in meiner nähe kaputtspielen? ich mag nicht jeden abend den erlöser geben, nämlich den mäuse-von-ihren-qualen-erlöser. immerhin frisst sie die viecher nun auch gelegentlich, was der artgerechten roh-ernährung entgegenkommt. aber ich gebe zu, dass es mich schon noch mächtig ekelt, mäuse gefroren oder nicht halbschneiden zu müssen, damit mieze die auch zu speisen geruht. immerhin wird gesagt, man gewöhnt sich an allem (auch am dativ), und so besteht ja noch hoffnung.

und mit diesem vermerke schließe ich die bloglichen werke für heute und widme mich dem lustigen spiel "finde die vokabel". nun denn, auf zu neuen taten.

2007-06-22

school's out

grade eben bin ich über einen link vom link vom link auf eine seite gestoßen, auf der eine schülerin snippets aus dem schulleben zum besten gibt. unterhaltsam geschrieben auf jeden fall, und so, dass mir dazu auch der ein oder andere kommentar einfällt. (den ich dann aber doch nicht schreibe.)

das seltsame dabei: ich bin nun schon seit einem guten dutzend jahren aus dem affenzirkus raus, aber manche dinge sitzen mir immer noch relativ dicht unter der haut. an solchen stellen fällt mir wieder mal auf, wie sehr ich meine gymnasialzeit gehasst habe - also das lernen an sich fand ich ja toll (ich weiß, ich weiß - "streberleiche" war mein zweiter vorname damals) - aber die leute, die man da zwangsläufig um sich rum hatte ... ürgs.

meine wenigen freundinnen aus der zeit habe ich auch komplett aus den augen verloren, und das ist betrüblich. zweie von ihnen hab ich anlässlich eines klassentreffens wiedergesehen, und es war echt nett - aber so richtig was zu sagen hatten wir uns nicht. die eine ist mutter und unheimlich ... ähm ... horizontally challenged geworden und steht so gar nicht auf neumodische kommunikation via e-mail (und ich telefonier zu ungern), die andere ist bankerin und leider auch kein wesentlich fleißigerer e-mailer als ich. und neulich wollte ich mich nun endlich gern mal wieder melden, aber da gab es sie unter der mir zuletzt bekannten mailadresse leider nicht mehr. und via xing meldet sie sich auch nicht. hab ich mir wahrscheinlich selbst zuzuschreiben. schade finde ich es trotzdem.

die dritte und meine damals beste freundin, die den schulalltag damals mit ihrer großen klappe, der unangepassten art und ihrer frechheit und direktheit für mich erträglich machte, die ist weg. verschwunden. nicht aufzutreiben. micky w., gbg zwischen 1991 und 1994 (95?), jibbet dich noch? wenn ja, meld dich mal. dass wir uns damals gegen ende meiner gbg-zeit wegen der reitbeteiligung (dank zeitmangel wegen des blöden abis und akutem knetemangel) so gezofft haben, tut mir heute noch leid. und für deinen mut, leuten ziemlich direkt die meinung zu sagen, bewundere ich dich heute mehr denn je. wenn ich an deine wortgefechte mit dem o.g. grabscherschwein denke - alter schwede! (nicht, dass es dir was gebracht hätte außer miesen noten und stress mit den angepissten egos ...)

im großen und ganzen bin ich dermaßen froh, dass ich mich mit dem scheiß heute nicht mehr rumplagen muss!! besonders den sportunterricht hab ich ja immer gehasst, zumal die sachen, die mir spaß machten und machen, da zu kurz oder gar nicht vorkamen - und besonders den lehr leerkörper des kooperationskurses zwischen ema und gbg hab ich in widerlicher erinnerung (das grabscherschwein - macht sich im schwimmunterricht besonders gut *brech*). und religion (credo: es gibt zwei meinungen: meine und die falsche.)
dafür vermisse ich die naturwissenschaften, besonders chemie und bio. und mittlerweile - rückblickend - auch mathe und physik. lieblingsschwester, ich wünschte, ich hätte damals so gute lehrer gehabt wie dich, dann wär aus mir vmtl. doch ein biochemiker oder genetiker geworden. oder maschbauer. womit ich nicht gesagt haben will, dass mir mein heutiges leben missfällt - ganz und gar nicht. es wäre eben nur einiges ganz anders gelaufen.

merseburg dagegen habe ich in deutlich besserer erinnerung. zwar auch nicht "gut", aber immerhin mit zumeist positiven erinnerungen an die meisten der leute. allerdings hab ich auch die komplett aus den augen verloren. bei einigen finde ich das echt schade. besonders steffen k., dem langzeit-schwarm, bei dem ich mich nie getraut hab, "mich zu offenbaren". schade ...

2007-06-17

Wochenend und Sonnenschein, und diesmal Gewitter dazu

Freizeitstress pur.

Am Fr.-abend den Geburtstag vom Vater gefeiert, mit Grillen hier. Pünktlich, als ich mich mit der Lieblingsschwester und ihrem Freund sowie dem Väterchen im Gepäck (bzw. im Auto der Ausfahrt näherte, begann es zu gewittern und zu gießen. Aber wie! Als wollde de Ärde in Subbe zerfließn. Da waren wir alle mächtig froh, dass der Krieg im Saale stattfand - und dass ein solides Vordach und ein großer Schirm vorhanden waren - sonst hätten wir unser leckeres Schaschlik trinken können. Das Väterchen bestand außerdem auf Mitnahme "der Klampfe" (vulgo: Gitarre), weil er die Lieblingsschwester so gern singen hört, so sprach er. Die Lieblingsschwester hingegen war von der geplanten Singerei weit weniger angetan. Gelegentlich empfiehlt es sich eben doch, diegeplanten Programmpunkte mit den geplanten Mitwirkenden abzusprechen. Aber immerhin hat der doch etwas feuchte Transport weder der Gitarre noch sonst wem geschadet.

Am Sa. war dann 350 km Fahrt zum Geburtstag von Kumpel D nebst Freundin G in Neubrandenburg angesagt; zusammen feierten die beiden 90 Jahre. Hawaiilook war angesagt, und so standen wir mal vor einem Kleidungsproblem der anderen Art. Im Prinzip wäre Bikini mit Boardshorts eine blendende Wahl (und auch vorhanden) gewesen - nur war ja betrüblicherweise das Wetter eher norwegisch. Dito der Wasserstand. Am Ende ließ man mich dann aber trotz Jeans und T-Shirt trotzdem ein (Bikini hatte ich ja drunter, zu Beweiszwecken), und nach einiger Zeit saßen dann alle in langen Sachen da. Ätsch! Und ich hab mir nicht noch ein Nierchen verkühlt.
Dann hab ich mal wieder was für meinen Ruf als Spaßbremse getan, weil mich gegen halb zwölfe bereits dermaßen die Müdigkeit befiel, dass ich ins Hotel zurückfuhr und dort dann auch pennte wie ein Baby. Merke: 10 Stunden Ausschlafen tun dem Teint und dem Wachheitsgefühl echt gut!

Die Heimfahrt wollten wir eigentlich über Land und offen abspulen, aber auch da schoss das Wetter quer - glücklicherweise war die Tanke nur noch 300 m entfernt, als es ernsthaft zu regnen anfing. Aber jut, das muss man als Cabriofahrer wohl auch mal erleben :o)
Später dann doch noch Offenfahren und Sonnenbrand. Aber nur n kleiner. Und schön wars.

Aber müde bin ich nun trotzdem, nachher gehts nochmal ne Runde aufs Fahrrad und dann auch wieder beizeiten inne Heia. Ich werd zum Spießer. Hätte ich vor nem Jahr auch nicht gedacht. Schon gar nicht, dass ich mich dabei auch noch wohlfühle.

Einziger Wermutstropfen: Auch bisher ist Katerchen nicht wieder aufgetaucht. Langsam finde ich mich damit ab. Aber es tut nach wie vor verdammt weh, besonders wenn mal wieder ein FLashback kommt. Trotzdem: Nein, ich mutiere jetzt nicht zur Heulschrecke (gefunden bei lucy - danke!).

Noch was zu dem Thema und dann ab aufs Rad:

Wer sitzt im Busch und spuckt Kügelchen? Das Schrotkehlchen
Wer döst am Nil, ist süß und bissig? Das Schokodil
Wer ist grün, flink und doppelt? Die Zweidechse
Wer hat ein großes Maul, ist grün und tanzt? Das Rockodil
Wer sitzt im Gras, ist grün und weint dauernd? Die Heulschrecke
Wer schwimmt flussauf, flussab und sieht alles doppelt? Das Schielpferd

2007-06-14

Staunen im Doppelpack

Eben grade hab ich festgestellt, dass sich mein komischer Notebook die Zugangsdaten für eine Seite nun doch endlich mal gemerkt hat - oh Wunder!

Und dann hat die kleine Mieze gestern die erste Maus heimgebracht. Ohne Schulung und Co, einfach so. Und sie war sooo stolz! Ich hab sie gebührend gelobt (gefühlt drei Fantastillionen Mal) und dann Mieze abgelenkt und das Nagetier vor die Tür gesetzt. Auf blood and gore zum Abend hatte ich so gar keinen Bock. Miez war dann zumindest etwas verwundert, aber ich hab ihr glaubhaft versichert, ich hätte die Maus gegessen. Das hat sie besänftigt.

Irgendwie spinnen wir Katzenfans ...

2007-06-11

Ich will ein Proton sein ...

Man würde die Quantenphysik verstehen, wäre immer positiv drauf und hätte nahezu unendliche Lebenszeit ...

(Zitat S. Arroyo Camejo)

Vor allem das mit dem positiv-Draufsein fasziniert mich als Gelegenheits-Pessimisten doch sehr.

Und der Kater ist auch heute nicht wiedergekommen.
Aber dafür gibts Arbeit in Mengen. Also kein Schatten ohne Licht.

2007-06-10

Gegen Vorratsdatenspeicherung

Nun stell ich das doch noch ein, zu irgendwas muss das heutige Am-Rechner-Sitzen doch gut sein:

Stoppt die Vorratsdatenspeicherung!!! (Danke an fleischparade.de fürs Okay zum Posten des Banners!)

Viel zu viele Tiertragödien in den letzten acht Tagen

Der Kater ist nicht wieder aufgetaucht. Bei jedem Rascheln draußen fahre ich hoch, rufe ihn - aber nix. Nicht, dass mich das überrascht.
Freunde und Bekannten sind teilweise hoch optimistisch - die, die selber keine Katzen haben. Die haben immer Bekannte, deren Bekannte eine Katze hatten, die "nach vier Wochen gesund und munter wiederkam". Die anderen gucken betreten, wenn ich erzähle, seit wann Plato weg ist, und sagen dann so Sachen wie: "Naja, es sollen schon welche wiedergekommen sein nach so viel Zeit." Sprich, positive eigene Erfahrungen sind leider grade aus.

Und dann das: Die Hündin hat am Mittwoch geboren, am Ende wurde es dann doch ein Kaiserschnitt, dreie tot, eins lebte. Das ist vorhin um kurz nach zwei auf meinem Schoß auch gestorben. Unklar, woran. Am Anfang sah es gut aus, eine kleine mopsfidele Maus, 450 Gramm, pechschwarz und deutliches Boxerfresschen, ein süßer Wanst.
Zufüttern war angesagt, das war aber klar. Ging auch gut, bis gestern, früh fraß sie für zwei, und seitdem nix mehr. Jedes Schlückchen mussten wir ihr aufdrängen. Heute früh nun war zu sehen, dass es das war. Auch Zwangsfüttern brachte nix, sie war schon zu dehydriert und hatte dann auch irgendwelche Störungen im ZNS.
Wir haben sie unter dem Kirschbaum begraben.

Zu viele tote oder sonst wie abhanden gekommene Tiere.

Ja, es gibt auch Positives zu vermelden: Der Hündin gehts soweit wieder gut, der Bauch heilt gut ab, die Antibiose wirkt. Nur sucht sie nun schon seit einer Stunde ihre Kleine. Hoffen wir, dass das nicht zu weiteren Komplikationen wie Entzündung der Milchleiste oder sowas führt. Immerhin fallen weitere Aktionen in der Richtung flach dank rausgenommener Gebärmutter. Und der Erzeuger hat Stubenarrest. Jo!

Die kleine Miez ist putz und munter, sie genießt das Rausgehen. Es geht ihr ganz offensichtlich gut, u nd nicht mal die Wärme ist ein echtes Problem.
Ob der Kater wohl auch putz und munter ist? Schön wäre es - aber ehrlich: Glauben kann ich nicht dran. Eine Zeile von Alphaville geht mir seit Tagen nicht aus dem Kopf: Hoping for the best but expecting the worst.

Draußen jagt die Heizerfraktion vorbei, eben warens mehrere große (Super)Sportler. Überlege, ob ich auch ne Runde drehen will, aber das ist möglicherweise heute mit der pessimistischen Grundeinstellung nicht optimal.

Eigentlich wollte ich noch das Banner gegen Vorratsdatenspeicherung von fleischparade.de einbauen, aber dafür bin ich zu mau drauf. Heute keine Protestaktion. Lieber noch ne Runde "Abgaskrümmer aus thermoplastischem Material".

Life is a bitch, gelegentlich.

2007-06-05

Heulendes Elend

Der Kater ist weg. Seit Sonntag abend. Abgehauen, weggelaufen, im Rapsfeld verlaufen, umgezogen, plattgefahren, vom Fuchs gefrühstückt. Die Möglichkeiten sind mannigfaltig, das Herzeleid unermesslich.

Plato, ich vermisse Dich! Und Sukie vermisst Dich auch!

Schade, dass der kleine Pelzkopp keine Blogs liest.

Und viel zu viel Arbeit.

so back to work ...