2007-09-27

Kurz vorm Feierabend

das hier: Grönemeyer.


Ach, und warum sollte ich die gute Nena nicht auch posten, ist zwar Semi-Linkrecycling, weil schon beim Gläm gesehen, aber mir grad wurscht - es ist so schön! (Auch wenn ich nicht so ganz verstehe, was sie mit dem Video sagen will - serielle Monogamie???)


(und jaaaa, sagt nix, soviel zum Thema "Sendepause" - so viel schreib ich oft nicht, wenn ich weniger zu tun hab!)

Stapel von fächerförmig gefaltetem Material, ...

... Kombinationen davon und eine Vorrichtung für deren Herstellung.

Meine Fresse Uuuuunglaublich, wie viele Worte und wieviel Hirnschmalz man in die Herstellung von Baby-Popo-Putztüchern (und ähnlichen) mit und ohne draufgesprühtem Chemiezeug verwenden kann! Insgesamt 13.000 Wörter fächerförmige Faltstapel, "wipes and wet wipes" in Massen und einhändiges Entnehmen vs. Popup-Entnehmen sind zu bekämpfen. *schnauf*
Aber in jedem Fall deutlich besser als die neulich gehabte Haltevorrichtung, die für PEG-Schläuche und sowas genutzt werden kann (im Klartext: für Schläuche zum Ernähren von Leuten, die das selber nicht mehr können, direkt durch die Magenwand). Das wurde hübsch ausführlich beschrieben und ich musste dabei dauernd an Die Ärzte denken - "Dinge, von denen" .
An Tagen wie diesen weiß ich nicht genau, ob ich meinen Job scheiße oder brüllend komisch finden soll. Die Sachen an sich sind oft recht unterhaltsam (wer macht sich schon Gedanken, wie es geht, dass immer nur genau ein Taschentuch aus der Spenderbox nachkommt, wenn man das grade gebrauchte rauszieht?) und nur manchmal eklig, aber der Techsprech ist doll anstrendend.

Der brüllste Brüller war mal eine Vorrichtung zum Wellen von Haar. Tooootal kompliziert beschrieben, dass man ein dickes, elastisches Gummirohr mit zwo Nuppies oben und unten nehmen, die Haarsträhne durchfädeln und mit den Nuppis fixieren (und man konnte, wenn man wollte, auch noch "Behandlungsflüssigkeit" (Kloreiniger??? ;o) ) dazutun) und anschließend abkühlen oder trocknen lassen soll. Dafür haben die allen Ernstes 4500 Wörter gebraucht. Aber spaßig war's trotzdem *grins*

Conclusio: Ich find meinen Job eher unterhaltsam.

So.

And so back to work.

2007-09-25

Temporäre Funkstille

Man sollte sich wirklich gut überlegen, was man sich wünscht.

Ich hab mir einen Arbeits-Nachschlag von meinem Haupt-Auftraggeber gewünscht und den auch bekommen - nur in etwas anderen Ausmaßen als erwartet. Er hat anscheinend ein ODER über- und stattdessen vermutlich "UND" gelesen. Jedenfalls habe ich jetzt statt der gewünschten 25 ODER 35 Seiten ca. 60 Seiten auf dem Tisch - mit einem Wordcount, dass mir die Augen tränen. 42.000 Wörter ab heute und bis nächsten Freitag. *schluck*

Das heißt im Klartext, sollte ich nebenbei zu irgendwas anderem kommen, darf ich mich glücklich schätzen.

Also: Drückt mir die Daumen, dass ich das packe, wenn nicht, sind die Ferien in Gefahr.

So, und nun schnell ne Tasse Cappucchino runterstürzen und an die Arbeit.

2007-09-19

vergraste querverbindungen

eben bin ich, ausgelöst durch einen post von cabman, über eine erinnerung gestolpert. er fragte nach erfahrungen mit diesem speziellen grün- (oder braun-) zeug, das man ja auf die verschiedensten weisen zu sich nehmen kann, meistens geraucht, manchmal auch gespeist ...

und in einer staubwolke war sie wieder da, die erinnerung an diesen spätsommerabend, den ich zusammen mit einem sehr seltsamen ex (der damals noch kein ex war) bei einer kommilitonin von mir verbrachte. wir waren zum essen geladen, und als nachtisch gab es kekse. getunte kekse.

nun hatte ich mit gras zu dem zeitpunkt praktisch keine erfahrung und folglich auch nicht den leisesten schimmer, wieviel ein rookie da verträgt, ohne grüne männchen zu sehen oder die anderen totzulabern (das kann ich auch ohne nicht legale substanzen ...) also verputzte ich fast nen ganzen keks, sukzessive und durchaus mit einigem genuss ob der unbekannten geschmacksrichtung schoko-gras.

zunächst merkte ich wirklich gar nix. nada, niente, rien, nothing. deutlich später dann (eine stunde??) wurde mir der mund trocken. aber so richtig staubig, klebrig. und alles trinken half nix - und übrigens vergaß ich das trinken dann auch nach und nach. an die gespräche kann ich mich nicht mehr erinnern, nur an den geist, der über den unterhaltungen schwebte, und das war was mit fernweh und reisen.

ja, und dann schlägt irgendwas in mir drin ein wie ... - ja, wie eine bombe eben. BUMMMM! ich sehe mich selbst, wie ich, grinsend an die wand gelehnt, den unterhaltungen um mich herum zuhöre, auf das, was der ex zu mir sagt, reagiere ich irgendwie zeitverzögert, wenn überhaupt. und irgendwann brechen wir dann auf. der gepflegte, aber unsanierte hausflur in dem altbau, die in der tür stehende gastgeberin und ihre lachend gerufenen worte "bring sie heil nach hause, so etwas kosstbares bekommst du nie wieder" sind wie ein mit blitzlicht fotografiertes bild als flashback-artiger videoclip in meinem hirn festgehalten. keine ahnung, wie ich die treppe runter und ins auto gekommen bin.

eine völlig surreale fahrt durch die stadt schließt sich an. aus irgendeinem mir völlig unerfindlichen grund fährt der ex eine runde um den ring (das liegt nicht in unserer richtung) und beschließt, seiner haus-baustelle einen besuch abzustatten (nachts um ichweißnichtwann - um drei?).
und ich sitze neben ihm auf warmem leder und tauche durch die realitäten wie durch einen farblosen wackelpudding mit haut obendrauf - so von unten nach oben, und die puddinghaut dehnt sich über meinem kopf, sodass ich durch die eine realität hindurch in die nächste gucken kann. der beleuchtete innenstadtring und die karli sind eine abfolge sehr bunter videoschnipsel, die aussehen wie mit einem farbverstärkenden filter bearbeitet.
die dunkelheit ist viel dunkler als sonst. und die blauen lichter einer reklame (?) sind so leuchtendblau, dass sie mir schier das hirn rausbrennen.
die roten rücklichter der autos um uns herum ziehen spuren hinter sich her wie in einer langzeitbelichtung, die fahrräder etwas dunklere als die autos, der ex redet irgendwas, was ich absolut nicht mitschneide, und ich versuche ebenso erfolglos, ihm meine höchst bemerkenswerten eindrücke der umwelt mitzuteilen ...
dann tintige schwärze am stadtrand, nur zerrissen durch die scheinwerfer der autos und ein paar rotglühende rücklichter, die vor dem auto zu fliehen scheinen.
um die hausbaustelle noch viel tintigere schwärze und der ex, der versucht, mich zu einer nächtlichen besichtigungstour zu überreden. ich weigere mich und verweise darauf, dass ich definitiv viel zu breit bin, um überhaupt alleine aus dem auto rauszukommen, geschweige denn in einem dunklen rohbau ohne treppen rumzuklettern, trotzdem insistiert er. aber ich weiger mich lachend weiter, und so klettert er alleine.
die schwärze scheint nicht nur wattig-samtig um alles herumzuliegen, sie scheint auch ins auto reinzukrauchen wie nebel durch die ritzen, aber es ängstigt mich nicht. stattdessen finde ich es nur seltsam und denke "komisch, das macht sie sonst aber nicht ..."
und dann ist der ex urplötzlich wieder da und wir fahren, und die realitäten machen wieder dieses seltsame wackelpudding-haut-ding, und ich finde, dass es nun für heute reicht, und will die augen zuklappen, aber das geht nicht, die klappen von alleine wieder auf, und plötzlich stehen wir vor seiner wohnung im flur und ich hab keine ahnung, wie ich da hingekommen bin, und das bett ist auch irgendwie lebendig, aber immerhin kriecht da nix, und die schwärze ist fast zu greifen und wird nur von dem sepiafarbenen lichtkegel der nachttischlampe zerteilt, aber das licht macht auch aus allem, worauf es trifft, eine sepiafarbene uraltaufnahme.

und dann werde ich plötzlich wach und es ist heller lichter tag und mein kopf ist mit nachtwatte ausgestopft, aber sonst geht es mir unerwartet gut.

und dieses seltsame erlebnis ist für mich nun seitdem der grund, die finger von dem grünzeug zu lassen, was wohl auch besser ist - die sepiafarbenen nachtwatteaufnahmen im kopf hab ich ja nun, und das nachentwickeln geht ganz schnell, ich muss nur über eine gepostete frage stolpern, und schon ist alles wieder da ...

Pavarotti-Tag

vorhin hab ich in der mipau (MIttagsPAUse) mal wieder Pavarotti auf der Tube gehört - Nessun Dorma rührt mich je-des-mal zu tränen. daher hier der link dazu und noch zu einigen weiteren ... *schnief* er war ein ganz großer der größte.

nessun dorma (aus turandot)


o sole mio (ein wunderbarer gassenhauer)


ave maria (schubert)


granada


celeste aida - eine perle aus der wiener staatsoper 1984


la donna è mobile - noch ein wunderbarer gassenhauer, darf aber leider nicht eingebettet werden ...

miserere - mit bono


einfach schön ...
nun gibts nen tee, und dann muss ich noch ne runde an die nadellager ran ...

2007-09-17

unnett ...

nach dem urlaub direkt krankzuwerden - das is gemeene! und dann noch so richtig, mit im-bett-liegen-müssen und wärmflasche auf dem bauch. und nix essen können und mögen und die paracetamol gegen das kopfweh verursacht weiteres bauchweh. mistmistmist.
ich werd jetzt mal die mutti anrufen und mir eins ihrer erprobten hausrezepte holen, und wenn das nicht hilft und ich morgen nicht wieder putz und munter bin (oder wenigstens halbwegs einsatzfähig), dann werd ich wohl doch mal zum doc müssen.
nicht der beste start in die woche. aber ich tröste mich: es hätte noch viiiiel schlimmer kommen können - z.b. gestern schon während des motorradfahrens dieses miese fiese bauchweh zu bekommen.

nun denn, wieder ab ins bett ...

2007-09-06

das wort zum donnerstag

... achtung, das video ist nix für zarte gemüter mit depressionen ...

aber ich find die message so genial: CARPE DIEM! ;o)

2007-09-03

der herbst war immerhin pünktlich

nein, keine sorge, ich verschone die umwelt und schreibe nicht schon wieder einen wetter-rant, auch wenn der heutige tag einen verdient hätte ...

bei einem umzug beim einladen der empfindlicheren sachen regnete es buchstäblich STURZbäche, es ist unglaublich, wie viel wasser in so kurzer zeit vom himmel fallen kann. ca. 20 m vom auto bis zur tür reichten aus, um fleecepulli und shirt so weit zu durchnässen, dass das wasser auf der haut spürbar wurde *schüttel*

aber ich bin dermaßen froh, dass das alles so gut geklappt hat und die fleißigen helfer auch unser umdisponieren mitgemacht haben - toll!! was nach hinten zu verschieben ist ja in der regel nicht so schwierig, aber nach vorn - eher schon. trotzdem standen alle geladenen helfer zwei stunden eher als geplant auf der matte. und die ganze schlepperei war zwar viehisch anstrengend, aber es ging dermaßen schnell - klasse. auch, dass die bste schwester von allen mitgedacht und mampf und getränke da hatte - ich vergess sowas ja gern mal.

weniger froh machte mich der erste teil der vorbereitung für die beiden neuen jobs - ich hab fast nen schlag bekommen, als ich den wordcount sah: 10500 wö. alleine im ersten job (19 seiten plus abbildungen) - und da lauerten noch weitere 18 seiten ... zum glück waren die dann mit courier bedruckt und so hab ich nun "nur" knappe 15000 bis fr.-abend auf dem tisch. da hoffe ich mal, dass ich morgen nicht so breit bin wie ich befürchte, damit das nicht übermäßig knapp wird.

und dann hab ich mich noch über mich selber gewundert. vor ner dreiviertel stunde kam sweetest rein und sagte mir gute nacht - und da war ich richtig doll betrübt und auch etwas angefressen, weil ich gehofft hatte, dass er wenigstens noch n bisschen zeit für mich hat, wenn ich mit der kacksvorbereitung fertig bin. aber das war ja nu nix.
so langsam klärt sich in meinem inneren auch der grund für das traurigsein: ich stelle fest, dass ich mich zurückgesetzt und - ja - vernachlässigt fühle, weil er in den letzten wochen dermaßen viel zeit mit dem kleenen verbracht hat und ich dabei (meiner meinung nach) ganz schön zu kurz gekommen bin. das heißt, schön finde ich das nicht ...
letzte woche von fr-früh bis so-spätnachmittag war er weg, am so.-abend hatte er noch was mit dem großen zu basteln, heute wieder der lütte und die beknackte boarderei, am fr und sa isser schon wieder in sachen board und t. unterwegs. und ja, das find ich blöd. nicht die tatsache, dass er mit den jungs was macht - sondern, dass er mit mir nix macht. ich wär in den letzten wochern gern mal wieder mit ihm discohüpfen oder so gegangen.
hmm. da werd ich wohl mal mit ihm reden müssen. aber jetzt nicht mehr.
jetzt krieg ich noch n feierabendwasser und ne runde csi oder so, falls das irgendwo laufen sollte, und dann ab ins bett. kaputt genug bin ich definitiv.

gute nacht, welt. man sieht sich, morgen oder so.

2007-09-02

der herbst ist da ...

... nun auch meteorologisch "in echt", sozusagen - de facto haben wir ja bereits seit mitte juli herbst, was das wetter angeht.
fassen wir mal zusammen, was diesen "sommer" bei mir so los war:

* baden/schwimmen im see: null mal
* wasserski fahren: null mal
* motorrad gefahren: so 1000, höchstens 1200 km
* reiten gewesen: null mal
* im garten gegrillt: drei oder vier mal
* frei gehabt: drei tage
* gearbeitet: VIEL!!
* offen gefahren: oft (wenigstens was ...)
* langärmlige sachen angehabt und trotzdem gefroren: mehrmals

conclusio: ES WAR ZU KALT!! kapiert das doch bitte endlich, ihr komischen wetterfrösche in filmfunkfernsehen - das war kein sommer, sondern ein etwas zu warmer winter! wenn _das_ der durchschnitt sein soll, habt ihr euch sicher um ne eiszeit oder wenigstens eine kaltzeit vertan!

also, nicht, dass ich mit rummeckern was daran ändern könnte - das weiß ich wohl. aber es erleichtert mich gefühlt seelen-mäßig, und das ist schon was. mein vater sagt bei solchen gelegenheiten immer: "meckern ist der stuhlgang der seele."

das tupfenkatz wandert durchs haus und meckert auch.
das schwarzkatz liegt auf meinem sessel und grollt.

komischer tag. da schmeiß ich mich lieber wieder an die arbeit. aber die new holland-technews sind komisch (heißt, sie machen nur begrenzt spaß). und dann hab ich gestern noch stunden verdallert, als ich mich mal wieder blöd angestellt hab und meine kompottertechnik nicht bedienen konnte. am ende war der fehler ein fehlender haken in einem kästchen, das das anmelden mehrerer translation memories erlaubt. aber immerhin: wieder was gelernt.

so, und nun koch ich mir noch n kaffee, während das prog lädt, und dann gehts ran wie mops an die möhren.