2011-07-25

#284

mit mörderischen kopfschmerzen aufgewacht. der nacken, mal wieder, weil die last der welt auf meinen schultern ruht, vermutlich. und vermutlich auch, weil ich in zwei nächten nicht so entspannt geschlafen habe.

schmerzmittel helfen nicht, die murkeln ein paar zeiteinheiten lang mehr oder - meist - weniger effizient am symptom herum. aber sie beheben die ursache nicht. also keine schmerzmittel und durchhalten. hoffentlich hilft die massage heute nachmittag ...

2011-07-22

#283

und dann sehe ich ein foto von lauter farbbeklecksten und "well-worn" pinseln, und etwas greift nach meiner seele und zieht daran, und ich will sofort alles fallenlassen und heimrennen und wieder raus ins freie, mich an den see und vor eine große leinwand setzen, den wind im haar, die dräuenden regenwolken überm kopf und es ist kalt, aber das ist alles wurschtegal, und ich will mit farben und pinseln meinen wild durcheinanderwirbelnden gefühlen und emotionen und wasauchimmern ausdruck verleihen.

und dann atme ich tief ein und aus und ein und aus, rücke die tastatur zurecht, seufze und widme mich wieder der tabelle auf dem linken bildschirm.

#282

schön: die chefin war mit meiner arbeit dieser woche hoch zufrieden. die genehmigung enthält keine bösen fallstricke. die sache mit dem bau ziehen wir noch grade, aber darum muss sich unser baumann kümmern.
jetzt terminplanung. und gleich ist wochenende.

yeah!

2011-07-18

#281 - fini ... terminé ...

heute hab ich die r1 abgemeldet.

ganze drei wochen war sie mein eigentum. und ich bin nicht mal dazu gekommen, sie selber zu fahren. sie war ja recht hoch, und ich wollte den herren den spaß nicht mindern, indem ich das schöne baby auf mein maß abpolstern lasse. stattdessen suchte ich nach einem zweitsitz, der dann für mich mit einer fingerdicken lage neopren passend gemacht worden wäre.
tja nun, dazu ist es nicht mehr gekommen.

fünf minuten hab ich hinten drauf gesessen. das ist verdammt wenig zeit für verdammt viel geld :(

und ich kann nix als andenken behalten, weil die versicherung allesallesalles haben möchte, schlüssel, papiere, alles. (was ja auch ok ist, die möchten ja auch nicht beschissen werden.)

naja, doch, ein foto.











ich bin traurig.

der heute bei mir eingegangene entwurf des genehmigungsbescheides, auf den ich so lange hingearbeitet habe, tröstet mich nur wenig. (warum eigentlich? das ist der lohn für sehr lange mühen, eigentlich müsste ich jetzt jubelnd durchs büro hüpfen ...)

heute abend werde ich auf einer längeren runde mit scotty (der jüngste zuwachs bei den mtbs) versuchen, mich wieder einzukriegen.

2011-07-14

#280

nach einem anstrengenden tag im büro mit einer sehr gestressten chefin war der gestrige abend um so schöner. zuerst war ich nach 14 tagen pause das erste mal wieder beim training. und es lief ziemlich gut! auch wenn die gewichte diesmal schwerer schienen als normal und nicht so viele wiederholungen gingen. bereits am abend konnte ich hören, wie der muskelkater zum schnurren ansetzte :o)

anschließend dann mit jbob verabredet und ziemlich pünktlich gewesen (es wird, es wird ...). eigentlich wollten wir zusammen laufen gehen, aber das war zeitlich einfach zu knapp. ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich nach 4 fahrradtagen und dem training gestern dermaßen platt war, dass mich vermutlich sogar maikäfer zu fuß überholt hätten. von dem ziemlich schnellen jbob mal gar nicht zu reden.
tja nu, jetzt hab ich einmal laufschulden bei ihm - und er hat fahrradschulden bei mir :o) das ist fair, und das werd ich auch einlösen. beides!

stattdessen haben wir gemeinsam essen vorbereitet und limonade selbst gemacht (so lecker! und so einfach!) und gegrillt und gegessen und geredet und hatten es einfach wunderschön. auch das wetter meinte es richtig gut mit uns. es bescherte uns auch spät abends noch sommerliche temperaturen, gekoppelt mit einer spektakulären lightshow, a.k.a. wetterleuchten über der stadt.

zum abschluss gab es eine weitere folge aus der reihe "nachtfahrt im roadster", zurück nach s. ganz puristisch mit heruntergelassenen seitenscheiben (und natürlich ohne windschott!) und mit viel wind im haar. so schön! (an das tolle auto werde ich mich wohl nie gewöhnen im sinne von "es selbstverständlich finden".)

in s bekam dann nur noch schnell simba seine medizin, erstmalig klappte das ohne hilfe von jpat, ich hielt mich nochmal kurz unters wasser und fiel ins bett.

später nachts kamen dann der regen und der temperatursturz.

heute ist es ruhig im büro, das ist nach der hektik gestern eine sehr angenehme abwechslung. so konnte ich mit jpat in aller ruhe neue druckerpatronen für seinen tintenspritzer besorgen und ein schnelles essen selber kochen. vom auspacken der tüte bis auf den teller: 20 minuten. toll! und lecker war's.

den abend werde ich wohl faul und ruhig verbringen. vielleicht erledige ich ein paar einstellarbeiten am mtb (ein scott namens ... *trommelwirbel, tusch* SCOTTY! :o) ) ...
ich will die federung einstellen, damit ich mal wirklich sehe, was ein fully alles kann und was es nicht kann. und ein bisschen an der geometrie spielen. denn eigentlich ist ein l-rahmen mit 120er vorbau deutlich zu groß für mich - aber so viele teile lassen sich verstellen, dass sich sicher passende einstellungen für mich finden. ich staune jedes mal wieder, was da alles möglich ist. dass sattelstütze und lenkerhöhe verstellbar sind, ist klar. eine einstellbare federung überrascht mich jetzt auch nicht so maßlos. aber dass man den sattel auch vor- und rückwärts verschieben kann, find ich toll. so muss ich nicht "auf blauen dunst" einen kürzeren vorbau kaufen. und natürlich werde ich an den kröpfungen und winkeln von lenker und hörnchen rumbasteln. wenn schon einstellen, dann auch richtig :o)

aber vielleicht leg ich mich auch einfach nur auf die liege und lese die drei neu gekauften seifenopern :o) (nein, stimmt gar nicht, ist nur eine seifenoper dabei, das andere sind hintergrund-gedanken zu shakespeares hamlet (angestiftet von kittykoma) und ... öhm ... naja, noch irgendwas vom bücherwühltisch halt :o) )

2011-07-12

#279

das wochenende hallt immer noch nach.

bemerkenswert, was reden (in kombination mit aufmerksamem zuhören) bewirken kann.

außerdem bin ich körperlich auch wieder auf dem aufsteigenden ast. an den letzten drei tagen bin ich jeweils dieselbe strecke gefahren, ne schöne schlammrunde mit einem tollen geliehenen fahrrad, und hab für die 21 km jedesmal 5 min weniger gebraucht als am vortag. das ist schön!



dafür nervt das büro heute, und nein, ich werde nicht schneller fertig, wenn man mich alle 3 minuten (ungelogen) aus dem nachbarbüro anruft (!) und fragt, wie lange ich noch brauche.

heute abend wieder mtb (hoffe ich), diesmal aber eine längere runde. DAS brauch ich heute!

2011-07-05

#278 - freund hein von der schippe gesprungen oder: memento mori

kein witz, leider. wenn ich meine dusselbirne durchgesetzt und am so.-abend aus MUC losgefahren und nicht zum notarzt gegangen wäre, dann läge ich jetzt, an viele lustige schläuche und seeeehr spektakuläres elektronik-überwachungs-equipment angeschlossen, schwerst krank oder sterbend auf einer intensivstation. wegen einem bienenstich.

naja, stimmt nicht ganz - wegen einer sepsis lymphangitis, die sich aus einer staphylokokken-infektion entwickelt hat. und die kokken hab ich - genau! - von der biene.

andere leute haben spektakuläre unfälle oder verletzen sich wenigstens mit/an was richtigem. (herzbruch zählt nicht!)). ich lass mich von einer biene stechen und fang mir dabei eine staphylokokken-infektion ein. die sich auch prompt richtig auswächst. eigentlich ist das zu bescheuert, um wahr zu sein ... selbst die ärzte haben das nicht allzu oft gesehen und waren hinreichend beeindruckt. und wenigstens hat das kleine pelztierchen sein bienenleben teuer verkauft.

was war passiert?
am sonnabend sticht mich ein bienchen in den handballen, das sich offensichtlich an meinem zopf verfangen hat. wenig licht in kombination mit rotbraunem zopf und brauner biene = perfekte tarnung. leider tödlich für die solchermaßen getarnte. (eine wespe hätte ich wahrscheinlich gesehen.)
am sa.-nachmittag stelle ich fest, dass ich am handgelenk und am unterarm streifige rote flecke und eine stark juckende schwellung hab. der daumenballen selbst ist auch dick, schmerzt und juckt.
am so.-vormittag habe ich schmerzen bis in die achselhöhle und quälenden juckreiz. ein unregelmäßig breiter, roter streifen steigt vom handballen auf und verschwindet in meiner achsel. ich denk mir so, "also das sieht jetzt so aus, wie ich mir eine blutvergiftung vorstelle. hätte ich mich verletzt, würde ich jetzt anfangen, mir sorgen zu machen. aber es war ja nur ein BIENENSTICH. davon kriegt man keine blutvergiftung." aber auch die lieblingsschwester guckt besorgt. ich wimmele ab. schließlich will ich niemandem grund zur sorge geben, und neinnein, sooo schlimm ist es ja nun auch nicht. das bisschen jucken und schmerzen ... ich bin wohl einfach ein bisschen allergisch auf insektenstiche.

am späteren nachmittag, als wir eigentlich zum toll.wut-fest wollen, hat sie mich dann aber so weit, dass ich nachgebe und denke, okay, wenn ein doc draufgeguckt hat und nix ist, fühlen sich alle besser. und zugegeben fühl ich mich ja schon etwas angeschlagen und fröstelig. ich schiebe die müdigkeit aber auf das antihistamin und schelte mich innerlich ein weichei. und so richtig warm war es ja auch wirklich nicht.

im großhaderner klinikum folgt zuerst ein lustiger irrlauf durch einen fuchsbau mit - haha - klinikcharme. dann anderthalb stunden warten. als ich dran bin und in einem nebensatz erwähne, dass ich eigentlich heute nacht nach lpz zurückfahren wollte, guckt die ärztin hoch. man sieht, wie sie luft holt, um mich zu fragen, ob ich VÖLLIG BESCHEUERT sei. sie atmet stattdessen ein-, zweimal durch und meint, das sei keine so gute idee, denn dann würde ich so gegen 23:00 umfallen. ich denke, ui, super: gegen 23:00 wäre ich meiner planung zufolge etwa am hermsdorfer kreuz gewesen - weit weg von allem - und hätte viel zeit gehabt, auf dem seitenstreifen aus dem sitz zu kippen, ehe auch nur jemand verdacht geschöpft hätte.
sie ordnet eine blutentnahme (STAT) und eine sofortige infusion mit was antibiotischem an, verschreibt mir ein hammer-antibiotikum, mit dem man vermutlich aus einem sumpf lupenreines trinkwasser machen könnte, und sagt, ich möchte mal bitte der lieblingsschwester bescheid sagen. man denke intensiv über eine stationäre aufnahme nach.
dann stellt sich auch noch heraus, dass ich grade anfange, fieber zu bekommen. perfektes timing, könnte man sagen.
die lieblingsschwester sitzt neben meiner liege, während eine flasche amoxicillin und ein beta-irgendwashemmer in meine vene tropfen, und versucht vergeblich, ihre große sorge zu verbergen. ich gebe galgenhumor zum besten und versuche ebenfalls, mir meine zunehmende angst nicht so sehr anmerken zu lassen.
die krankenschwester umrandet mit schwarzem edding den aktuellen verlauf der roten spur an meinem arm.
dann bekomme ich noch einen dekorativen kühlverband und ein "eintrittskärtchen" für anderntags, zur kontrolle. direkt mit der ansage, wenns schlimmer oder auch nur nicht besser wird, muss ich wiederkommen und werde stationär behandelt. ich fühle mich ... dizzy. lightheaded. mulmig.

auf dem rückweg entschuldigt sich die lieblingsschwester für ihre übervorsicht. hey, süße, du HAST MIR MEIN PUTZIGES KLEINES LEBEN GERETTET! lies: das war keine übervorsicht ... ich weiß nicht, wie ich ihr danken soll.

abends gucken wir zu dritt den fernseher leer und essen dazu selbstgemachten flammkuchen. meine gedanken rennen im kreis, langsam sickert durch, was ich da grade erlebe. als ich im bett liege, kriecht die angst hoch. ich lausche in meinen körper, fühle das dumpfe pochen im arm und in der achselhöhle und frage mich, ob die schmerzen in der brust jetzt meine hypochondrie sind oder ernstzunehmen. und dito der schmerzende nacken. irgendwann falle ich in einen unruhigen, von wirren angstträumen zerstückelten schlaf.

die kontrolle am mo.-morgen vermeldet glücklicherweise eine gute entwicklung, die medikamente schlagen offensichtlich an: der rote streifen wird blasser und bildet sich zurück. man erklärt mir aber, dass ich noch nicht selber autofahren sollte. dass ich wirklich krank bin, hat sich inzwischen sogar zu mir rumgesprochen.

immerhin darf ich heim und mich hier in die hände der mediziner begeben. jpat holt mich ab. lässt in der firma alles stehen und liegen (und da liegt genug!), setzt sich in seine fliegende schrankwand und bombt nach MUC runter, damit ich nicht warten muss.
abends ein kleines steak und ins bett gegen halb zehn.

heute mittag hat sich die ärztin den arm auch nochmal angesehen, mir schonung bis freitag verordnet (dann könne man drüber reden (!), ob ich mich wieder als gesund betrachten dürfe) und mich für morgen zur kontrolle wieder bestellt.

ja, ich grusele mich. und ich bin der lieblingsschwester und jpat so dermaßen unglaublich dankbar!!!! und so ganz weg ist die angst noch nicht ...


edit, damit die nörgler zu nörgeln aufhören: okayokay, es ist ne lymphangitis. die man früher(tm) auch blutvergiftung nannte. zufrieden?