2012-05-30

#407 - joooo, wir san mitm radl dooo ... (trainingstagebuch)

die mtb-tour um die hohenwarte-talsperre hat geklappt.
zwar nicht, wie geplant, am sa., aber dafür am so. das war auch gut, denn so konnten am sa. noch ein paar unaufschiebbare dinge erledigt werden. und ich bekam am sa. meine geliebte haus-rennstrecken-runde und durfte „ohne hirn, marsch“ einfach nur treten, ohne zu denken. tat das gut!

am so. erreichten wir die talsperre gegen 14:00, also eigentlich schon ziemlich spät für die erwarteten 60 km. die talsperre soll insgesamt 27 km lang sein, und eigentlich hatte ich/hatten wir vor, sie entlang des ufers zu umrunden.
aber dann kam es doch deutlich anders ...

gleich zu beginn (a.k.a noch auf dem parkplatz) stellte sich heraus, dass jpats planung doch nicht ganz wasserdicht war: das fahrrad-navi tat exakt gar nix. und so begab es sich, dass wir (da ohne oldschool-papierkarte gestartet) gleich mal die ersten km eine knackige steigung bergan strampelten. garstig!! das hinterhältige daran: ich verbriet gleich zu anfang einen großteil der energiereserven, die mich eigentlich über die restliche strecke hätten tragen sollen.
aber auch die längste steigung hat mal ein ende, und in tourigebieten finden sich dann doch immer diese großen wander- und routenkarten und entsprechende wegemarkierungen. man muss halt nur wissen, wonach man zu gucken hat. so hatten wir kurz darauf eine route („japaaaaan!“ — roter punkt auf weißem grund) um den see gefunden, der wir folgten. aber meine herrn, die hatte es in sich! zweistellige steigungen und gefälle wechselten sich ab. ich stellte bald fest, dass mir bei der wunderbaren 2x10-xtr-schaltung tatsächlich ein paar zusätzliche niedere gänge fehlen. und ich lernte, wie es sich anfühlt, wenn man auf losem untergrund (sand, geröll)  ein gefälle zunehmend schneller herunterrutscht, weil das hinterrad bereits nach 20 m blockiert hat und man sich wegen des losen untergrundes nicht traut, vorn zu bremsen, aus angst, dann vorn auch zu überbremsen und ins gemüse zu fallen. ich glaube, ich habe auf dem stück nicht weniger geschwitzt als auf allen steigungen davor und danach.

nach reichlich 20 km machten wir eine kaffee- und eispause. milchkaffee mit viel zucker, dazu ein großes softeis mit viiielen frischen erdbeeren und sahne – alles dringend benötigt. zum glück merkte ich auch recht schnell, wie sich die kohlenhydrate in meiner blutbahn verteilten :) (die mitgenommenen energieriegel fand ich scheußlich. die schmeckten wie tapetenkleisterpulver aus einem explodierten chemielabor ...)
es folgten steigungen und gefälle, gefolgt von steigungen und gefällen. danach zur abwechslung steigungen und gefälle. später setzten wir mit der fähre über die sperre und kürzten damit etliche km ab. erzählte ich von den steigungen und den gefällen?
den letzten anstieg zum auto zurück schaffte ich buchstäblich auf der allerletzten rille. aber mann, was fühlte sich das gut an! ich bezwang am sonntag 36 km mit 1700 höhenmetern (gesamt). die gefälle sind kein bisschen weniger anstrengend als die anstiege, wenns richtig bergab geht. außerdem weiß ich jetzt, wie es sich anfühlt, rund anderthalbtausend kalorien in 4 stunden zu verbrennen. (anstrengend! aber klasse :D)

nachts schlief ich wie ein stein, und erst mit der morgendämmerung kamen die bösen träume.

am montag fuhr ich noch mal meine hausrennstrecke und stellte fest, was das im vergleich für eine mickymaus-tour „für anfänger“ ist  :)

einziger wermutstropfen: durch die wirklich sehr unebenen passagen an der hohenwarte verbog ich mir übel das genick. am die. und am mi. konnte ich den kopf nur um wenige grad drehen und praktisch nicht nicken oder schütteln. aber der masseur meines vertrauens hat auch das wieder eingerenkt (buchstäblich!).

habe ich erzählt, dass ich am we aufs rad will?

2012-05-25

#406 - war ja klar.

so, auch dieser versuch einer mtb-reise woanders als auf der heimischen scholle schlug fehl. im wunschgebiet sächsische schweiz/elbsandsteingebirge waten keine zimmer mehr zu bekommen.
und nahe bautzen wollte ich dann doch nicht herumgurken, die ortsnamen erinnern mich auch bloß wieder daran, wovor ich gerade wegzulaufen versuche, um wenigstens mal ein paar gottverdammte stunden ruhe in meinem „nischl“* zu bekommen. es ist zum kotzen.

auch die fuhre heute gen polen war nur mäßig erfolgreich, dafür aber um so länger. gerechnet hatte ich mit 9:00-15:00, geworden ist es 9:00-21:30.

dazu auch weiterhin ärger mit dem handy. keine funkverbindung, außer zuhause vorm rechner und im büro.

morgen versuch ich es mit einer tagestour um eine talsperre, die ganz nett sein soll. mal sehen, was da wieder dazwischenkommt. vermutlich schlägt mich ein asteroid lahm oder so was ...

2012-05-24

#405 - poe-ich, poe-du, poe-er, poe-sie ...

ich wäre nicht ich, wenn ich an diesem fundstück vorbeigehen könnte: "von der liebe" von kalid gibran. die passagen, die ich am meisten mag.


Wenn die Liebe euch ruft, folgt ihr,
Auch wenn ihre Pfade beschwerlich und steil sind.
Und wenn ihre Schwingen euch umfangen, gebt euch ihr hin,
Auch wenn das Schwert zwischen ihren Fittichen euch verwunden mag.
Und spricht sie zu euch, schenkt ihr Glauben,
Auch wenn ihre Stimme eure Träume zerschlagen mag,
so, wie der Nordwind den Garten verwüstet.
Denn so, wie die Liebe euch krönt, wird sie euch kreuzigen.
So, wie sie euer Wachstum befördert, stutzt sie auch euren Wildwuchs.
Ebenso wie sie zu euren Gipfeln emporsteigt und eure zartesten Zweige liebkost, die im Sonnenlicht zittern,
Wird sie zu euren Wurzeln hinabsteigen und sie erschüttern in ihrem Erdverhaftetsein.
 
(...)
 
Und meint nicht, ihr könntet den Lauf der Liebe bestimmen,
denn befindet sie euch für würdig, bestimmt vielmehr sie euren Lauf.
Die Liebe wünscht nichts, als sich selbst zu erfüllen.

Doch wenn ihr liebt und Wünsche haben müsst, dann wünscht euch dies:
Zu zerschmelzen und gleich einem rauschenden Wasser zu werden, das der Nacht seine Weise singt.
Die Qual zu großer Zärtlichkeit kennen zu lernen.
Verwundet zu werden von eurem eignen Verständnis der Liebe;
Und bereitwillig und freudig zu bluten.
Im Morgengrau mit einem Lerchen-Herzen aufzuwachen
und für einen neuen Tag des Liebens Dank zu sagen;
In der Mittagszeit zu rasten und dem Entzücken der Liebe nachzusinnen;
Am Abend dankbar heimzukehren;
Und dann einzuschlafen mit einem Gebet für den Geliebten im Herzen und einem Lobgesang auf den Lippen. 


(aus: „Der Prophet“, von Khalil Gibran)

#404 - mal wieder androidisches

:D ich bin ein android-gott!

naja, ein ganz, ganz, GANZ kleiner. seit eben werkelt nämlich auf dem neuen oneX ein anderes radioROM als das vom hersteller.

hä? wasdas?
folgendes: seit dem wochenende hatte ich erhebliche schwierigkeiten mit der verbindung meines oneX zum handynetz. kein empfang an praktisch jedem anderen ort als dem büro. gnarf!
ein mitforist bei androidpit.de brachte mich auf die richtige idee: es könne daran liegen, dass das customROM und das standard-radioROM von htc nicht miteinander reden. mit dem neuen radioROM scheint es jetzt wieder ordentlich zu funktionieren.
aber — alter schwede!, was hatte ich eben die buxe voll! so tief ins system eingreifen zu müssen fühlt sich für einen anfänger wie mich doch ganz schön gruselig an.

ich freue mich irre, dass alles geklappt hat - und bin ganz schön stolz auf mich :D

2012-05-22

#403

beim plattmachen des notebooks an den e-mails und sms festgelesen, die jbob und ich seit jenem denkwürdigen 11.06.2010 getauscht haben. gelacht und geweint.

so turbulent. und so schmerzhaft, von anfang an. und so schön ...

leider verblasst alles andere daneben ...

2012-05-20

#402 - was man braucht ...

schon wieder eins dieser wochenenden ...
der plan war „auf-/umräumen der diversen räume, die vom umzug-im-haus betroffen sind“. dabei hatte meine mutter hilfe zugesagt, anreise am mi., abreise am mo (also morgen).
dann erfahre ich am mo, dass eine liebe verwandte aus alaska ausgerechnet an diesem we in der gegend ist. dann will der vater - wenig erstaunlich - mit mir und ihr zusammen die zeit verbringen, die sie hier wäre. er ist höchlich angefressen, dass ich direkt sagte, dass ich mich nur kurz einbringen kann, wegen mutter hier und räumen usw. (außerdem ist der vater immer noch fürstlich unentspannt, wenn er von ihr hört. ist ja auch total verständlich, wenn man bedenkt, dass sie vor zwei jahren erst „silberscheidung“ hätten feiern können ... *kopf > tisch*)
dann ist der do. ein irre arbeitsreicher tag - aber das von mir auf 3 tage angepeilte pensum ist abends bereits erledigt. und wir auch.
am fr weiteres räumen (immerhin in ruhigerem tempo), nachmittags sport und stadtbummel, abends wunderschön essen beim werner. (und zu viel wein für mich. ganz blöde idee ...).
am sa. früh erfahre ich, dass die liebe verwandte einen schlafplatz braucht. an sich kein problem - aber die stressige art und weise, die ist anstrengend. so hauruck-aktionen vertrage ich im moment ganz schlecht. das timing ist echt beschissen nicht gut.
und am abend, nach einem irre arbeitsreichen tag, wird mutti bei freunden von dem hysterischen köter einer der anwesenden gebissen, in gesicht und am arm. blut, notaufnahme, mehrere stiche, antibiose, das komplette programm. es werden narben zurückbleiben. heute früh stellen wir fest, dass auch ihre brille einen fetten kratzer im glas (!!) hat. dann die sorge, ob der hund tollwutgeimpft ist. (ja. ist er zum glück.) ich erfahre das, als ich spät vom essen mit dem vater und der verwandten heimkehre. allerdings erfahre ich es glücklicherweise von der mutter selbst. ihr steht der schreck noch im gesucht, aber sie ist soweit okay und muss nicht ins krankenhaus. allerdings täglich zur kontrolle.
(der vater ist während des abends mit der verwandten sein „alleinunterhaltsames“ selbst - sprich, er redet laut, viel und lange und ... ach, egal.   dazu fußball-lärm vom benachbarten freisitz. fazit: weniger unterhaltsam als möglich, dafür anstrengender als nötig.)
die verwandte trifft etwas später bei uns daheim ein, alle sind ziemlich erschüttert. wir reden noch eine weile und fallen dann alle todmüde ins bett.
ich schlafe schlecht und träume noch schlechter.
heute dann die verwandte verabschiedet. ich zeige ihr den see und die schwimmende kirche und lasse mir erzählen, was sie, ihr mann und ihr sohn im moment grade tun. leider hat sie noch 300 km fahrt zur nächsten station ihrer deutschland-tournee vor sich und bricht bald auf.
mittag essen bei schwiemu-jpat (sofern denn ... ach, egal), weiteres räumen und schrankaufbau. am späteren nachmittag rennt jpat ununterbrochen durch die gegend, seine beiden jungs brauchen permanentbespaßung wegen weil wasweißich. er verschwindet ohne vorwarnung, es findet keinerlei absprache mit mir/uns statt, wann er wo ist und wie das (also sein) programm ist. fühlt sich nach warteschleife an, was nach den ereignissen des vortages besonders gut kommt. (lies: ich bin hochgradig genervt.)
gerade eben dann als krönender abschluss: grillen mit dem c. und el gordito nebst freundin. nota bene: mutter ist verletzt, fühlt sich nicht gut und der schock sitzt noch ziemlich tief. ich bin geschafft, dünnfellig und auch ziemlich neben der spur. wir beide hätten gern einen _ruhigen_ abend verbracht.

morgen fahre ich sie mit ihrem auto nach berlin und kehre mit dem zug nach l. zurück. dazu handwerker ab null-achthundert in der früh.

gnah.

2012-05-15

#401 - androiden-spielereien

seit donnerstag abend kämpfte ich damit, mein neues handy wieder ans laufen zu bekommen ...
vorgeschichte war - ganz simpel -, dass mich die vorinstallierte bloatware auf den androiden gewaltig nervt. mir ist eine gute akku-standzeit wichtig und ICH möchte entscheiden, ob ich fratzenbuch und aktienkurs auf dem handy sehen will oder nicht. (nein, will ich nicht.) und außerdem bin ich ein fürchterlicher spielmops und will mein handy natürlich personalisieren. dazu brauche ich admin-zugriff auf das gute stück (a.k.a. "es muss gerootet werden"). außerdem sollte eine andere version von android (nämlich ein custom rom) drauf.
also hub ich an, mich in entsprechenden foren schlauzumachen. und legte los.

den warnhinweis mit der datensicherung habe ich vermutlich einfach überlesen. wie die zu erstellen sei, stand in dem betreffenden forenthread auch nicht extra drin.
und dann habe ich vergessen, eine bestimmte datei auf die sd-karte zu kopieren.
(also stimmt nicht ganz, ich war der meinung, ich hätte die datei via fernzugriff aus dem büro auf den heimischen rechner auf das handy aufgespielt. da das handy sich aber bereits in den standby verabschiedet hatte, ging das nicht. wieder daheim, erinnerte ich mich nur an "haste schon im büro erledigt". jedenfalls war die datei nicht da, wo ich sie dringend gebraucht hätte. ganz böser #fail.) 
glücklicherweise war im entsprechenden forum eine "android-gottheit" unterwegs, der auch noobs wie mir weiterhilft. der band sich ebenfalls viel zeit ans bein, um die zip-datei doch noch auf die sd-karte zu bekommen. was schließlich gelang. anderntags sollten dann die datensicherung gemacht und apps aufgespielt werden. dazu kam ich aber nicht mehr, denn dank irgendeinem fehler im system entlud sich über nacht der akku tief :P also mussten auch die herren vom vodafone-shop helfen - die mich zwar ein bisschen auslachten ("bringen sie jetzt ihr handy zum laden immer her?"), aber am ende funktionierte auch das handy dann wieder.

aber das war ein kampf!!

und da ich nun mutig geworden bin (und eine MENGE über android gelernt habe), werde ich wohl auch das neue privathandy rooten und flashen. im zweifel brauch ich dann ein neues handy UND einen neuen schreibtisch, weil ich aus wut die tischkante zerbissen habe.

2012-05-09

#400 - unauslöschliche spuren

und dann kommt eine kleine sms - und schon sitze ich lachend und weinend am rechner und die sehnsucht reißt mich schier von den füßen ...

„bittersüß“ ist wohl das wort dafür ...


#399 - life is what is happening to you ...

... while you are busy making different plans.

der gestrige b'day fiel dann doch deutlich anders aus als geplant. bis mittags lief alles wunschgemäß: viele nette mails und sms (die anrufe ließ ich aber erst mal ins leere laufen, ich wär sonst zu gar nix gekommen), eine neue feder für scottys hinterbau (mit sperrung am lenker – toll!), ein schickes shirt – und blumen.

für den abend war eigentlich training, danach anstoßen mit der besten trainerin der welt und anschließend essengehen geplant. eigentlich.
denn am frühen nachmittag gab es eine mittelschwere havarie in der firma, sodass jpat bis sehr spät abends mit eindämmen und einsatzleitung mehr als vollauf beschäftigt war. als er gegen 21:30 endlich völlig verdreckt aus der firma kam, war er so müde, dass er taumelte.

heute nun teil II: die chefin bat uns, den geplanten kurzurlaub abzusagen. bis der schaden behoben ist, hat sie keine ruhige minute, wenn wir nicht da sind (was vermutlich eher jpat als mich betrifft, aber sei's drum).

mal sehen, vielleicht klappt es ja zu pfingsten, mal ein paar tage rauszukommen. ein schwarzes leipzig werde ich mir noch nicht wieder geben, das tut noch entschieden zu weh. also entweder ber-lin oder ber-ge. oder etwas ganz anderes – wie ich ja gerade gezeigt bekommen habe.

2012-05-07

#398 - diverser kleinkram

die wohnsituation klingt anscheinend deutlich prekärer, als sie wirklich ist. ich bin einfach nur im moment nicht sicher, wie es weitergeht. aber es steht kein rauswurf an (zumindest soweit ich weiß), und mit jpat ist derzeit sehr gut auszukommen. wir reden wieder, viel, sehr viel, und außerdem tut sich tatsächlich was bei meinen "meckerstellen". (ich habe jedoch durchaus auch weiterhin ein sehr waches auge auf die häuschen in der umgebung – „das erste beste“ kommt mir nicht nochmal in die tüte.)
am sa. haben wir den zweiten durchgang im garten gestartet, und herrjessas, sind wir da vorangekommen! der lütte hatte zwei kumpels da, die mit anpackten — die jungs haben gekloppt wie die tiere! lustig war, dass die beiden soldatenkumpels gleich eine art wettkampf gestartet haben, wer von ihnen der fleißigere sei. ich würde sagen, sie haben beide gewonnen :o)
wir haben angefangen, die olle thujahecke radikal auf 3 m höhe runterzuschneiden. nur halbwegs blickdicht sollte sie bleiben. wir haben in dieser ersten runde noch nicht alle straßenseitigen pflanzen gekappt und trotzdem bereits rund 25 kubikmeter äste produziert. und plötzlich ist es hell in der küche und im garten! (hab ich ja gesagt, wurde mir aber nicht geglaubt ...) den rasen hatte jpat bereits in der vergangenen woche entmoost und geschoren. am we kamen noch kalk, rasensamen und dünger drauf. ab jetzt heißt es geduldig warten und hoffen, dass sich die traurigen ruinen berappeln und die frische saat keimt.

abends war ich mit mayhem zur museumsnacht. wir waren im botanischen garten und in der psychiatrie-ausstellung (das fanden wir beide unglaublich passend). überhaupt: ich wusste nicht, wie viele spannende und großartige ausstellungen es in leipzig gibt! den botanischen garten will ich mir in bälde mal tagsüber ansehen. ich hoffe, dabei auch die tropischen schmetterlinge mal zu sehen zu bekommen. überhaupt, die gewächshäuser! *hach* ginge es nach mir, wohnte ich ja in so etwas. (und eine eventuelle neue behausung MUSS  voraussetzungen mitbringen, dass ich meiner grünzeug-manie ausführlicher nachgehen kann.)
die psychiatrie-ausstellung war sehr beeindruckend und ebenso erschreckend. was man leuten so antut, die nicht so sind „wie alle“ — ohne worte. am schlimmsten fand ich ein großes ding, das zunächst irgendwie nach hängematte aussah, sich bei näherem hinsehen aber als netz entpuppte, in das „irre“ eingeschnürt wurden wie ein rollbraten. dazu lief ein video, in dem zu sehen war, wie zwei „pfleger“ zu ddr-zeiten einen armen schächer in so ein ding einschnürten. vorsichtig sind die gerade nicht zu werke gegangen ... es sah eher nach zwei schlachtern aus, die einen schweren kadaver im ganzen zu einem rollbraten schnüren. gruselig.
außerdem wusste ich gar nicht, dass auch lene voigt in dösen war und bis zu ihrem tod dort lebte. und dass sie in leipzig begraben ist. da wär'sch ser ma ä bliemchn bringn.
zum bildergucken fehlte uns dann doch die motivation, dazu hätten wir einfach eher starten müssen. was aber dank der buddelorgie nicht klappte - ich hatte die zeit total aus den augen verloren.

außerdem sind „des babys neue kleider“ eingetroffen, und ich habe auch bereits entschieden, welcher plüsch diesmal draufkommt. bilder vom projekt gibt es dann natürlich auch.

gestern brachte ich mayhem zum bahnhof und musste danach endlich das versprochene gutachten für eine diplomarbeit schreiben. das zog und zog und zog sich, und zufrieden bin ich mit dem ergebnis noch längst nicht! bei guten arbeiten geht so etwas schnell. alles fein, nix zu meckern, lobeshymne schreiben und fertig. weniger gute hingegen dauern – je nach qualität – länger bis ewig. die aktuelle arbeit ist leider eher von der letztgenannten sorte. in der begründung muss ich nun die stellen anführen, aufgrund derer ich zu meiner note gekommen bin. was für ein angang ... naja, ich hab's versprochen, dann ziehe ich das jetzt auch durch.

2012-05-06

#397 - should i stay or should i go? is mir grade wurscht.

in den kommenden wochen blühen mir mehrere größere "subbotniki". am nächsten daheim-we werden mein ehemaliges büro unterm dach und die galerie aufgeräumt, auf der derzeit mein heim-arbeitsplatz steht. es stehen etliche kartons mit bürokram und "zeux" herum – die muss ich sichten und (an einen trockenen ort) verräumen (bürosachen, unterlagen, bücher, lieblingszeux) bzw. aussortieren und ggf. wegwerfen (restliches zeux).
das ist sinnvoll: bleibe ich hier, ist alles ordentlich verstaut. gehe ich, muss ich weniger mitschleppen und einräumen.

außerdem steht die suche nach einem richtig großen schlafzimmerschrank an. auch das ist sinnvoll: bleibe ich, gibt es eine  kluge innenausstattung, wie ich sie schon immer gern gehabt hätte. gehe ich, kann ich völlig schmerzfrei meinen schönen holzschrank mitnehmen – und eine tonne guter ideen, wie die inneneinrichtung eines gut geplanten (evtl. begehbaren) schrankes in der neuen behausung aussehen kann und evtl. auch, wo ich was herbekomme. erste ideen hat mir tante internetz bereits geliefert.

gegen das umräumen der bücherkartons wehre ich mich dagegen. bleibe ich hier, räume ich die rund 700 bücher in einer session richtig auf. dazu werde ich mir vorher ein brauchbares ordnungssystem einfallen lassen, um nur einmal wie ein affe an der riesigen bibliothekswand rumturnen zu müssen.
gehe ich, werd ich einen dreck tun und die schweren dinger „raus ausm karton – ruff uff de leiter – ganz nach oben ins regal – wieder zurück in einen karton“ räumen. das passiert dann in meiner neuen behausung – siehe oben, in einer session und – hoffentlich – auch nur einmal zu machen.
nun muss ich nur noch eine gute lösung (er-)finden, wo ich die bücherkartons derweil lagere. und vor allem: wie ich an den inhalt trotzdem ohne verrenkungen rankomme, denn ich hatte natürlich meine lieblinge (comics vollständig, sci-fi fast vollständig) mit in der interimsbutze. ergo sind die jetzt im karton und schlecht erreichbar.

btw: falls einer meiner geschätzten leser eine gute idee hat, wie man 700 bücher sinnvoller sortieren kann als aktuell – immer her damit. im moment trenne ich nach sci-fi, comics, bildbänden, kinderbüchern, e-literatur und u-literatur. alle jeweils alphabetisch nach autor sortiert. das ist aber suboptimal, weil das derzeitige bib-regal ca. 4 m hoch und 6 m breit ist: oben komm ich nur mit klettern ran.
ersatzweise würde es in einer neuen behausung meine lieblings-ik.ea-regale exped¡t geben. darin ist das sortieren deutlich einfacher, weil ich (zwerg) keine blödsinnigen kletterorgien machen muss. da kann ich relativ einfach je eine regalreihe den jeweiligen genres widmen, die großen bildbände bekommen ein extrahohes fach spendiert, und alles andere wandert alphabetisch in das zweite regal, färdsch.

schließlich wird das derzeitige schlafzimmer in einen anderen raum verlegt. wodurch ich nun doch eher als gedacht zu einem brauchbaren bad komme (mit wanne! :D ) das betreffende zimmer muss vorher gestrichen und es muss diverses badmobiliar besorgt werden. beides ist auch eher eine anstrengende aufgabe – aber dermaßen profitabel in puncto wohn- und lebensqualität! gehe ich, nun ja, dann konnte ich bis dahin wenigstens  noch eine weile ein funktionierendes bad nutzen, das den namen auch verdient. und kann zumindest teile eines funktionalen und dekorativen badmobiliars mitnehmen. bleibe ich, hab ich ein funktionierendes bad, das den namen auch verdient. mit dekorativem ähngterrjöhr!
übrigens: mir war in dem zusammenhang nicht klar, was es für ein gottverdammter angang ist, einen brauchbar anzusehenden kosmetiktisch zu finden (oder wie diese dinger auch immer heißen, in denen frau ihren fassadenmal-kram und haarzeugs und dergleichen verräumen kann). ich will weder barock noch landhaus noch „shabby“ (abgenuddelt ist es irgendwann von alleine! *kopf > tisch*) noch lill¡fee-prinzessinnenpink *ürgs*. fündig geworden bin ich – überraschungsfrei und erwartungsgemäß – bei profis, die kosmetikstudios einrichten. nun muss ich nur noch ein bisschen sparen, um mir das ding auch kaufen zu können.

2012-05-04

#396 - unklar

ich verstehe es nicht. also nicht "es", sondern jbob. den verstehe ich dafür so wirklich gar nicht.

gestern skypten wir kurz, eine sachfrage, nix dramatisches. und dann fragte er mich, wie es mir sonst so ginge. (ich hätte ihn meinerseits nicht gefragt - frei nach dem motto: „frage nichts, worauf du keine antwort haben möchtest.“ und er weiß mit sicherheit, dass ich naTÜRlich nicht über ihn hinweg bin. ja, es ist halt noch alles ein emotionales minenfeld. überrascht?) also nahm ich seine frage für bare münze und tatsächliches interesse und antwortete etwas ausführlicher als mit „joah, und selbst?“. prompt wechselte er expressis verbis das thema und klang hinfort so herzlich und persönlich wie eine eismaschine. oder wie ein kühlschrank?

...

und dann ist er erzürnt, wenn ich solches benehmen als manipulativ empfinde (siehe auch #392). ja, was soll ich denn sonst annehmen? dass er stattdessen völlig und absolut gedankenlos ist und phrasen drischt? ei goddl nee, das ist in der tat eine bedeutende verbesserung ...

ich geh jetzt meinen kopf auf einen tisch schlagen ...

2012-05-03

#395 - kleistermasse

... statt meisterklasse. so fühle ich mich derzeit.
die woche zieht sich schier endlos. sollte man gar nicht meinen, bei nur 3 arbeitstagen. es geht ü-ber-haupt nicht vorwärts im büro, und auch daheim täte ich am liebsten: nichts.
es sind viele kleine dinge zu tun, aber mir fehlt dazu gerade völlig die energie. die wetterkapriolen schlauchen zusätzlich.
dann stehen andauernd irgendwelche sozialen aktivitäten an, zu denen mir ebenfalls energie und nerven fehlen. am mo. ging ich zur geburtstagsfeier der nachbarin mit, es war ganz okay.
heute vormittag stand eine beerdigung an (ohne mich!), heute abend gibt es einen polterabend und am we zwei hochzeiten. besuchen werde ich nach heutigem kenntnisstand keins davon. ich mutiere derzeit vom freizeit- zum vollzeitmisanthropen – und außerdem zum "stiefmonster" :)
immerhin verbessert sich die wohnsituation dergestalt, dass der lütte und el gordito auf nötige veränderungen angesprochen (der lütte) bzw. eingebremst (el gordito) wurden. nun bin ich mal gespannt, was dabei rauskommt. der lütte scheint sehr gesprächsbereit zu sein und sieht verschiedenes ein. und, tusch. trommelwirbel: er erweist sich als verlässlich. hat er versprochen, etwas zu tun, passiert es auch. ich bin erstaunt - und froh.
el gordito ist sein sonnig-gemütliches selbst. der scheint meine sehr angespannte seelenlage gar nicht auf dem radar zu haben. aber auch er hält sich mit aktionen zurück, auf die ich allergisch reagiere.
außerdem stelle ich fest, dass die in aussicht stehende besserung der umstände (egal, unter welchem vorzeichen) balsam für mein seelchen ist. das ist schön.

und: im garten sieht es nicht mehr so traurig aus. die frostschäden erweisen sich als nicht ganz so umfassend wie befürchtet. ein paar rosensträucher sind hinüber, ein paar reben auch, die kirsche hat mächtig einen wegbekommen. aber dafür ist nun ein ausreichend trockener platz frei, auf dem ich tomaten anbauen kann. bis ich nicht weiß, wie es mit meinem wohnen weitergeht, werde ich nix dauerhafteres pflanzen - also erst einmal keine neuen rosen oder reben, keine bäume oder sträucher und nix, was mir leid täte, wenn ich es hierlassen müsste, sollte ich umziehen.

man wird sehen.