2012-12-19

#465 - ohne titel, ohne worte

muss ich das verstehen? hier geht grade an mehreren fronten (arbeitsmäßig) die welt unter - haben die alle keinen kalender? die sind doch alle zu früh dran ...
mal ohne sarkasmus: im moment ist „mir reicht's!!!!!“ die untertreibung der woche, ach, was sag ich, des monats. die erzgestresste chefin macht in der firma mit ihren stimmungsschwankungen praktisch allen praktisch ununterbrochen die hölle heiß (wobei: eigentlich ganz nett von ihr, denn draußen sind die temperaturen ja doch eher ungemütlich frisch), die letztgehabte montags-beratung war aus demselben grund auch wieder ein spaß der besonderen ordnung, sie stellt vor monaten getroffene abreden jetzt in frage, die zahlen sind scheiße und noch dazu klappt uns ein wichtiger kollege grade zusammen, weil ihn doppelte sorgen plagen.
auszug aus der montagsberatung:
tech-chef: wir fahren das material x direkt vom kunden zum entsorger.
chefin: aber das geht doch nicht! so sind unsere maschinen doch nicht ausgelastet!!einself!
tech-chef: und das material y bearbeiten wir mit unseren maschinen und entsorgen es von hier aus.
chefin: aber das geht doch nicht! die verarbeitung ist VIEL zu teuer!!einself!!
tech-chef: dann legen wir die maschinen eben still. dann generieren sie keine kosten.
chefin: aber das geht doch nicht! die haben wir doch jetzt hier!!!einself1!
tech-chef: *explodiert*
ich: *kopf>tisch*

kurz danach kommt die chefin zu mir und teilt mir mit, dass sie mit mir mal über meine neuen bezüge reden will. (also jetzt, im dezember. wo ich lt. ihrer zusage seit OKTOBER!! bereits für den neuen stundensatz arbeite.) also sie habe das mal durchgerechnet, was der kollege zett damals bekommen habe, und das wolle sie mir auch zahlen. mehr nicht. (anmerkung: kollege zett ist 2009 nicht mehr dabei. er hat nur einen teil der verantwortung gehabt, die ich jetzt verabreicht bekommen habe. er war angestellt und zudem eher ... nun ja, schwierig im umgang mit den kollegen und den kunden. und unsere aufgabengebiete überschneiden sich nur in teilen.)
als ich feststelle, dass sie mir die erhöhung bereits im juli fest zugesagt hat und ich außerdem deutlich andere kosten habe und drittens bestimmte veränderungen u.a. in meiner altersvorsorge aufgrund ihrer zusage bereits ausgelöst habe, fängt sie wieder an, in ihrer rechnung rumzupieken, und bricht dann relativ unvermittelt ab, das werde man morgen (=heute) noch mal gründlich besprechen.
toll.
und nein, werden wir nicht - denn diesmal nehme ich mir einen zeugen mit und rede morgen mit ihr. (wenn ich wieder etwas runtergekühlt bin.) damit es in ein paar wochen nicht schon wieder heißt, neinnein, das war gar keine feste zusage, das hätte ich missverstanden.

grandios. so hab ich mir das vorgestellt mit dem jahresende.

wenigstens sind die freien tage jetzt so umgeplant, dass da nicht auch noch das chaos ausbricht. der besuch ist nach meinem gusto, die externen sozialverpflichtungen sind aufs äußerste reduziert. ich hoffe, dass mich ausführliche gespräche mit den lieben und ausreichend bewegung so weit stärken, dass ich die dringend nötigen änderungen im kommenden jahr dann auch durchziehen kann.

2012-12-18

#464 - techbabbel

jaaaa, genossen bauern, es entwickelt sich, das flugwesen das informations-daten-bilder-hinundherschiebe-und-archivierungswesen in unserem unternehmen, es entwickelt sich.

und manchmal entpuppt es sich auch.
so auch heute.
in der letzten woche haben nun auch die letzten lkw-fahrer android-handys bekommen. die allermeisten haben ihr handy auch bereits in die hand gedrückt bekommen. und NUN –  also NACHDEM die bunten vögeleins alle das nest verlassen haben! – soll ich was erfinden, womit alle diese handys (derzeit fünfunddreißig an der zahl) die kontaktdaten der anderen firmenmitspieler überspielt bekommen sollen. sowohl die der schlammschuhe als auch der lackschuhe als auch der bleistift-weitwerfer. am besten „ota“ (over the air, also ohne dass die junx und mädlz jedes mal in die boxengasse zu mir hochgelatscht kommen müssten) und von einem arbeitsplatz – meinem – aus zu verwalten.

klar, gerne doch. wunder werden hier immer sofort erledigt.

ey, ich bin ein pilot, nicht der mechaniker!! allerdings wird sich das ändern oder tut es bereits, wie ich sehe. als einäugige unter blinden bin ich hier zu allerlei spannnnnnnenden dingen qualifiziert.
najut. packmers an.

(nur: wo liest man sich am besten in sowas ein?)

2012-12-14

#463 - arbeit macht glücklich und erfüllt einen mit stolz

Liegt es an mir oder ist heute wieder einer von diesen Tagen?

Ich komme ins Büro und werde noch vor meinem Büro vom Kollegen A. abgefangen. Der teilt mir mit, dass der Weihnachtskarten-Entwurf (an dem ich gestern wirklich Stunden getextet habe, weil die Chefin da noch ein Dutzend Sonderwünsche untergebracht haben wollte und gestern partout nicht davon abzubringen war) so ja mal gar nicht geht - er habe die Chefin überzeugt, doch lieber wieder die Standardkarten mit dem Standard-Einleger (Marke „was Hübsches vom Dorf“) zu versenden - und die Chefin fand das total gut und hat auch schon alle unterschrieben. 
Da freu ich mich ja schon mal. 
Dann kommt da so ein arbeitsbeanzugter Fuzzi hoch, grußlos, fällt mir mitten im Satz ins Wort, redet mit dem A. und verschwindet ebenso grußlos. 
Langsam steigt mein Blutdruck (eigentlich toll - das macht wach). 
Als Nächstes versuche ich, dem A. die Vertragsunterlagen für unsere antediluvialen Telefonverträge (Festnetz-Preselect bei arcor, weißte Bescheid) zu entlocken. Grund: Am Mi. war unsere neue Telefonanlage „kaputt“: Man konnte Anrufe empfangen, aber nicht raustelefonieren. Dann ging es wieder, aber vor jedem Telefonat kam eine Preisansage, deren Höhe mir das Blut in den Adern gefrieren ließ. Die Chefin sprang im Sechseck und befahl, dass a) die Preisansage SOFORT rausmüsse (da ging ich mit ihr d'accord) und dass b) diese Preise ja wohl gar nicht gehen, ich solle mich soFORT darum kümmern!!!einself!!  Also habe ich die Marathon-Telefonsession vom Mi. (wegen der Störung) gestern zum Thema Preise fortgesetzt und brauche nun für mein löbliches Tun die Vertragsdaten. Aber da ist kein Rankommen. Der A. sitzt darauf wie die Glucke auf den Eiern und musste mir erst einmal einen halbstündigen Vortrag über die Mobilkommunikation seit den alten Römern im Unternehmen  halten. Quintessenz: Ich brauchte doch die Verträge gar nicht, sondern nur die Rechnungen. Nun bestand ich aber auf meinem Wunsch nach Verträgen, sodass er nach seinem Vortrag mit sichtlich geschwollener Halsschlagader drei fette Ordner mit „einmal alles“ aus einem der Aktenschränke zerrte und mir wortlos (aha!) auf den Tisch kloppte. Erst ausführliche Beteuerungen meinerseits, dass ich erst mal NUR Daten sammele und nichts Neues abschließe, führten zu minimaler Entspannung - und dann trug er mir auch – ganz Tschäntlmänn der alten Schule – auch die Ordner in mein Büro. Ja soooo ein Guter ... 

Glücklicherweise für meinen Blutdruck und wider Erwarten war es kein größeres Problem, der Kreditorenbuchhalterin die entsprechenden Rechnungen zu entlocken. Sie brauche sie aber unbedingt wieder. (Nee, Schätzelein, ich ess die auf und kack dir dann die Reste aufn Schreibtisch ... *kopf>tisch*) 

Wenigstens kann ich jetzt so tun, als täte ich was. (Am Ende läuft es auf hundertvier Besprechungen mit den Chefs raus, und die kfm. entscheidet dies, der tech. jenes, und schließlich wird dann alles doch ganz anders.) 

Mal sehen, ob meine Trainerin heute eine Stunde für mich Zeit hat - ich MUSS die Wut aus dem System bekommen, ehe mir eine Axt in die Hände fällt. 

Jetzt gibts erst mal nen Kaffee und Frühstück. 

*laut knurrend back to work*

2012-12-11

#462 - wieder da

dafür rennt mich jetzt die arbeit nieder ... die letzte woche war kurz, weil zum fr eine reise durch deutschland anstand. diese woche nun ist gefüllt mit tausenderlei kleinkram und viel zu tun im büro. also muss das bloggen noch ein bisschen warten.

ich bin aber wieder einigermaßen gesund (den ollen schnubbm werde ich wohl noch eine weile mit mir rumschleppen) und freue mich über das winterwetter. außer beim autofahren. aber 60 kg hantelscheiben im kofferraum machen das zett deutlich besser berechenbar, und ich fahre nicht mehr als ich unbedingt muss.