2013-05-28

#484 - so ein seelchen ist schon ein seltsames ding ...

heute: selbstmotivation durch lesen des letzten blogeintrags:

also kann ich erst raus, wenn das tagespensum geschafft ist. und das tagespensum ist ein langes.
seufz.
back to work.

warum, bitte, hilft mir das, jetze grade in die puschen zu kommen?

kopfschüttelnd ans werk.

am rande: heute ist abgabe des letzten t10-jobs (das flugzeughandbuch). wird auch langsam zeit. leider ist einstweilen an der translatorischen front nix neues in sicht, im müll-büro ist auch nix los - es könnte also wirklich auf ne große runde biken vorm training rauslaufen.

2013-05-26

#483 - regenregenregen

sitze mit wollsocken und der dicken blauen yeti-plüschjacke am schreibtisch. draußen stürmt und regnet es, was nur von oben runterwill.

die gloriosa und die passionsblumen müssen heute unbedingt abgedeckt und das wasser aus den pötten irgendwie abgelassen werden, die stehen buchstäblich bis zur halskrause im schlamm. das zyperngras hingegen findet zwar den schlamm wunderbar in ordnung, mickert aber aufgrund der arktischen temperaturen.

7 grad nachttemperaturen. am 25. mai. dazu kann ich nur den kopf schütteln. ich hoffe sehr, dass das wetter sich nicht durch den gesamten sommer zieht!

dazu arbeiten am sonntag. im prinzip ist das nicht schlimm, ich mache meinen job wirklich gern – aber gestern war schon so ein seltsam unschöner tag, da hätte ich heute dringend "hirn-ausschütteln mit sport" gebraucht. wenigstens in den arbeitspausen (übersetzen vom blatt und diktieren ist BÖSE anstrengend! schnell auch, das ja, aber boy-o! ist man danach alle ...). nur: die ersehnte radrunde fällt aus wegen 9 grad, sturm und regen. es dauert einfach zu lange, hinterher mich und das bike so weit wieder vom schlamm und dreck und nässe zu befreien (und mich aufzutauen), dass der geländeferrari nicht gammelt und ich das haus betreten kann, ohne eine spur aus schlamm hinter mir herzuziehen.
selbst wenn ich nur die kleine, "schnelle" asphaltrunde führe, müsste ich wenigstens 45 min putzzeit dazurechnen und säße dann immer noch mit nassen haaren am rechner. also kann ich erst raus, wenn das tagespensum geschafft ist. und das tagespensum ist ein langes.

seufz.

back to work.

2013-05-22

#482 - gnah!

kopfschmerzen, handgelenkschmerzen.
regen und 10 grad.
stress mit idioten.
stress mitm internet.
(memo to self: unbedingt bei den funkern anrufen und nach volumenbegrenzung fragen!!)
keine lust zu gar nischt, nicht mal kaffee hilft.
eine „auf verdacht“ bestellte klamotte hat mich auf dem bild überhaupt nicht begeistert. (und schuhe in rosssssa ...)
die feierplanung ende des sommers kippelt.
die chefin nervt.

aber
dafür sind die miezen die kuschligkeit in person.
die beiden t10-jobs sind fast fertig.
ergo kommt dann auch geld (*yay*).
gestern war beim training ein hervorragender tag.
der mann ist unglaublich lieb zu mir.
ich hab heute beizeiten feierabend.

immerhin was.


2013-05-21

#481 - lose gedanken

die blogfrequenz sinkt mal wieder. das leben 1.0 sorgt für genug zu tun.
das, was mir zwischendurch durch den kopf schießt, ist zu unausgegoren, um es direkt in die tasten zu hauen. wenn es dann eine weile "zum reifen" im entwurfsordner gelegen hat und ich noch einmal drüberlese, denke ich oft "och nee" und lösche es wieder.

nun ja.

der erste ü10-job (ü10: kurz für "übersetzung" – ü+10 folgende zeichen), das flugzeughandbuch, ist weitestgehend fertig. ich warte noch auf input der korrekturleserin und die technischen anmerkungen meines "beraters". allerdings: die luft halte ich bis dahin nicht an ...
wie es dann mit der fertigen datei weitergeht, weiß ich immer noch nicht *knurr*. also werde ich übers übersetzen hinaus keinerlei weiteren handschlag daran tun, denn im zweifel ist das für die katz und für lau. heißt: den text nur noch fertig machen und dem flieger dann schicken. wird auch zeit, dass ich damit fertig werde ...
insgesamt hat der job viel spaß gemacht. er war aber auch (wie erwartet) sauschwer. viel gelernt, viel spaß gehabt, wenig verdient. unterm strich: hat spaß gemacht und wird unter "viel gelernt" verbucht, sonst tut die finanzielle seite zu weh.

nun sitze ich am nächsten job, der auch spaß macht, einigen erkenntnisgewinn bringt und ganz ooookeh bezahlt wird. reich werd ich damit nicht, aber es schult die fähigkeiten, ich "komm wieder rein" ins übersetzen, und der kontakt zur agentur ist reaktiviert.
außerdem reaktiviere ich verloren geglaubte kenntnisse: übersetzen vom blatt (bzw. hier: vom bildschirm) geht wunderbar schnell, schont das wehe handgelenk und macht am heimischen rechner auch spaß. der büro-pc ist zu langsam für den ressourcen fressenden „zwölften drachen des natürlichen sprechens“.

warum ich mich aber dermaßen schwer damit tue, die fast fertigen jobs zu beenden, weiß der himmel (oder wer sonst auch immer für derlei zuständig ist).

der b'day neulich (also meiner) war sehr schön! ich hab mich gefreut, wie viele leute an mich gedacht haben (zwei "ausfälle" (deren einer: jbob) haben mich doch nennenswert betrübt). nun arbeite ich peu à peu meine mailschulden-mit-danksagung ab. das führt erfreulicherweise zu einigen reanimierten kontakten.

dann wird die planung der großen feierlichkeit anfang september gerade kippelig. das wurmt mich sehr, dieses ewige hin und her! aber was soll's, meckern hilft nicht.

und schließlich war das lange wochenende ein sehr schönes. die lieblingsschwester war zu besuch, die stadt war schwarz, die tage waren warm (mostly) und die leute entspannt. ich bin ein paar meter motorrad gefahren (yay!! es macht spaaaaß! sollte ich viel öfter machen ...), hab geguckt und wurde beguckt (ganz in weiß in einer ganz schwarzen menge), gefaulenzt, gelesen, sachen gekauft und es mit erholung versucht.

kleiner wermutstropfen: die vergangenheit (lies: die erinnerungen ans 2010er wgt mit jbob) ist zeitweise lebendiger als ich das gern hätte, und so war es sicher nicht so verkehrt, dass ich mich nur sehr am rand unter die schwarzen massen mischte. vielleicht kommendes jahr. man wird sehen.

und nun back to work.

2013-05-14

#480 - Twitter geht heute echt nicht ... #rant


So, eine bekannte Schauspielerin bestimmte Frau hat also invasive Krebsvorsorge betrieben. Und prompt bricht die Twelt in Hohn und Spott und ein finsteres Bashing ihrer Entscheidung aus, und ich möchte im Strahl kotzen. Hätte sie sich selbigenorts je einen Liter Silikon implantieren lassen, es hätte vermutlich beifälliges Geschrei gegeben à la "geile Alte", wahlweise "sie hatte es doch gaaaaar nicht nötig". Und in China wäre ein Fahrrad umgefallen. 
So aber ist meine TL voll von sehr, sehr ätzenden Bemerkungen über eine sehr persönliche Entscheidung. Und das ist richtig widerlich. 
@kittykoma fasst es in wenigen Worten zusammen: "Sollen sie heute alle die Angst vor der eigenen Vergänglichkeit in Witze drücken und dabei ihre Eier streicheln. Ich bin off." Ganz ihrer Meinung. #twoff 
(Ich reg mich jetzt über die Idiotie der Witzemacher und „Wie kann sie nur“/“kein Hirn…“-Fraktion nicht weiter auf. Aber es fällt schwer!) 

Kommt mir das nur so vor, oder ist Twitter in der letzten Zeit zunehmend unlesbar geworden? Jeden Tag ein Sack voll wortinkontinenter Hasspocken, die zu exakt allem eine total solide Meinung haben? (die mir, btw, das Nackenfell aufstellt und die ich unter „white male supremacy“-Zeugs zusammenfassen würde.) Etliche Kerle sowieso (und die, die ich nicht lese, werden mir in die TL retweetet), aber auch erschreckend viele Frauen. Ja, Mädels, ihr seid echt total cool und geil, wenn ihr euch an die Kerle ranwanzt, indem ihr eure Geschlechtsgenossinnen runtermacht. Neinnein, ihr kommt dafür in den Himmel, kriegt nur die guten Kerle ab und rasend viel grandiosen Säggs sowieso. *kopf>tisch*

Eigentlich habe ich Twitter bisher wirklich gern genutzt. Aber seit ein paar Wochen geht das bestenfalls in homöopathischen Dosen. Man sieht es an meiner Aktivität. Und ja: es fehlt mir.
Eigentlich gefällt mir die Möglichkeit sehr, Informationen, Links und Geschnatter zu Themen zu lesen, die mich interessieren/berühren/lachen machen usw. und dazu keine Zeitungen oder sonstige „Meinungsführer“ nutzen zu müssen, deren Meinung für mich vor Allem oft eins ist: irrelevant (alternativ: ü-ber-haupt nicht meine). Nein, ich will nicht nur lesen, was ich denke. Aber auch! Und ich will auch nicht ununterbrochen virtuell gebasht werden (auch wenn das gar nicht mich als mich persönlich meint), weil ich bestimmte Sachen erheblich anders sehe als "die Meinungsführer". Das ist nämlich der tiefere Sinn von Meinungsfreiheit: Es steht mir frei, zu meinen, was ich will. Und das ggf. auch äußern zu dürfen, ohne dafür direkt und unmittelbar virtuell oder realiter verbal oder sonstwie verdroschen zu werden. 

Dass ich schon immer eher ein Außenseiter war - geschenkt. Dass meine Meinungen nicht unbedingt Mainstream sind - ebenfalls geschenkt. Aber ich will mich, verdammt noch mal, unbehelligt darüber freuen können, dass ich nicht der einzige Spinner mit einer so und so gearteten Meinung zum Thema X auf diesem großen Planeten bin – und bis vor einiger Zeit war das auf Twitter auch durchaus möglich. 

Insofern werde ich jetzt a) mein Gezwitscher noch weiter runterfahren, b) die TL sehr radikal ausmisten und c) überlegen, ob ich mir das überhaupt weiter antun mag. 

Schade. Wirklich schade. 

#rant