2013-11-26

#511 - montag ist schontag.

seit so. bin ich wieder zuhause. wie hat mir das gefehlt! der klassiker: you don't know what you've got till it's gone. aber ich habe das große glück, dass mein "it's gone" nur sehr temporär war.
am liebsten wär ich schon am so. dem gatten in die tasche gekrabbelt und dort geblieben. auch gestern. den rest-so. verbrachte ich weitgehend auf dem sofa, man staunt, wie anstrengend kleinkram wie etwa 40 min autofahren und nach hause kommen sein können. die katzen fremdelten nur kurz, aber dafür heftig.

gestern war ... komisch. doof. unterwältigend. eigentlich hätte es gut sein sollen/können: es geht mir objektiv jeden tag besser, das wetter war toll und ich bin wieder daheim. stattdessen sehr unangenehmes bauschaumgefühl im kopf, mein spaziergang wird nach 10 min abgewürgt, weil el gordito hilfe braucht beim katze-einpacken (tierarzt wegen dauerkotzen), danach 2 stunden dämmern auf dem sofa vorm kamin und diese nicht-ganz-kopfschmerzen ertragen.
am nachmittag werden die stützfolien aus meiner nase entfernt, wie unangenehm! und wie klasse! ich wusste ja nicht, wie viel luft man durch so eine nase bekommen kann. ja, naTÜRlich macht mich das staunen. hab ich ja noch nie im leben erlebt. beim absaugen geht der arzt etwas zu tief, zuviel unterdruck in wasweißichwelchen höhlen, der kopf fühlt sich an, als würde er gleich implodieren, gott, ist das UUUUUNANGENEHM!! keine richtigen schmerzen, aber ... wie gesagt: implodierender kopf. sehr bäh. nach 30 minuten bin ich fertig. erfreulich, denn die praxis sitzt packevoll und ich hatte mit viel mehr wartezeit gerechnet.
der parkscheinautomat spinnt, frisst einen euro und gibt mir eine 20-cent-quittung statt des eingeworfenen geldstücks zurück. die frau hinter mir soll für 13 minuten parkzeit 3 euro löhnen. wir sind uns einig, dass das so sicher nicht stimmen kann. ein jungspund, der wischmoppschwingend daneben steht, muss uns zwei hohlbrötchen dann aber erst mal die welt und den parkscheinautomaten erklären *GNAHH!!* blöd, dass mir so etwas meist (?) in situationen passiert, in denen ich mich nicht gut fühle. sonst hätt ich dem mopppiloten schon erklärt, dass ich durchaus in der lage bin, einen parkscheinautomaten zu bedienen (ganz ohne penis ... man stelle sich vor ...), und merke, wenn mich das ding bescheißt. stattdessen lasse ich es bei genervt-sein bewenden, verbuche die zuviel gezahlten 80 cent unter "blöd gelaufen" und fahre heim.
auch autofahren macht wenig spaß, wenn sich der kopf so anfühlt wie gerade jetzt.
nach dem heimkommen feure ich den kamin an und lege mich wieder aufs sofa. simba leistet mir gesellschaft, und wir verschlafen die nächsten 2 stunden.
der liebste kommt spät von der arbeit, er ist sehr geschafft, weil er die gesamte last der firma auf seinen schultern trägt. keine übertreibung, leider.
wir kochen und essen zusammen. mein nach gefühl improvisierter rotkohl (ich rieche ja kaum etwas) ist überraschend gut geworden. des liebsten grillgut ist wie immer sensationell. anschließend gibt es ein bisschen schokoeis (rockt mich nicht) und "man of steel" (rockt mich auch nicht). ich bin dankbar für die möglichkeit des vorspulens und geize nicht mit bissigen kommentaren.
gegen 11 fallen wir beide todmüde ins bett.

2013-11-23

#510 - überstanden

hurra, ich lebe noch. von der op selber habe ich naturgemäß - dank vollnarkose - nix mitbekommen, und am do war ich noch ganz schön groggy. wobei es erstaunlich ist, wie gut die modernen narkotika mittlerweile sind. mir war nicht übel, und ich war in den stunden, in denen ich wach war, auch wirklich klar. habe aber (natürlich) viel geschlafen.
und unangenehm ist die ganze geschichte. nicht wirklich schmerzhaft, das nicht, aber ... bäh! ich werde nicht ins detail gehen, wen's interessiert, der möge fragen. nur so viel: ja, die nase IST ein empfindliches bauteil. und reizungen der nerven dort ziehen bis in die seltsamsten bereiche hinein.
aber es tut wirklcih deutlich weniger weh als ich gedacht habe, zumal der operateur meinem wunsch gefolgt ist und das nasenbein nicht angetastet werden musste. hurra!

nur das naseputzen mit einem mini-staubsauger ist _sehr_ unangenehm. (auch hier spare ich mir die details.)

morgen darf ich voraussichtlich nach hause, wenn nix unerwartetes passiert. ich freu mich!

2013-11-20

#509 - schnippityschnapp ...

es kann losgehen. naja, fast. ich bin soeben im krankenhaus der wahl in mein zimmerlein eingezogen und wurde sogar bereits mit neuem armschmuck (leider nur kunststoff, aber personalisiert mit name und ort und dem namen eines mannes* und div. mehr oder weniger kryptischen buchstaben- und zahlenkombinationen), kaffee (durchaus trinkbar) unnnnnd rührkuchen beglückt.
* es ist der operateur! nicht was ihr schon wieder denkt ... 

mein zimmer ist ganz nett, in freundlichen gelb- und blautönen gehalten, es gibt freies wlan und keine einschränkungen bei der nutzung elektronischer gizmos. erfreulich. ich hab mir den luxus eines einzelzimmers geleistet, ich möchte weder schnarchende zimmergenossen noch möchte ich mich im zugedrogten und/oder jammerigen zustand nach der op morgen jemand anderem zumuten.
nur der anblick des bettes selbst macht mich ein bisschen ... äh ... nun, es gruselt mich. so ein richtiges krankenbett, geradezu prototypisch. knöpfe, schalter, bremsen, kabel und sehr klinisch aussehende bettwäsche mit grünen streifen. ein pyjamamuster ... *brrr*

die station ist freundlicher als ich gedacht hatte. (gut, meine letzte kh-erfahrung ist mittlerweile 28 jahre her, seitdem hat sich einiges verändert.) getränke und obst gibts draußen auf dem gang nach wunsch, die schwestern sind freundlich und auskunftsbereit. die atmosphäre ist also ganz erfreulich. und das wetter ist auch nicht so, dass ich dringend raus wollen würde. gestern hatte ich noch gedacht, nach meinem "einzug" hier die letztmalige runde joggen gehen zu wollen. aber im moment ist mir eher nach mittagsschläfchen. *gähn*

ich bin nervös, ja, aber weniger als erwartet. nachdem ich in den letzten tagen dann doch die allwissende müllhalde befragt habe, was mich genau erwartet, bin ich jetzt beruhigter als zuvor. es war gar nicht SO verkehrt, meine blühende phantasie einzubremsen.

ach ja, warum ich hier bin? das innenleben meines riechorgans wird endlich begradigt. (das äußere soll GENAU so bleiben, wie es ist.) "septumdeviation-op!" ruft der fachmann, ich sage dazu "endlich frei atmen!"

na dann lass ich mich mal überraschen, was das morgige programm dann für mich für auswirkungen hat.

drückt mir die daumen! wer will, darf auch gern "hals- und (nasen-)beinbruch" wünschen.

ms. hü off.

2013-11-11

#508 - rant über handys im allgemeinen und meins im besonderen

edit (oben drüber, damit die vier leser mein geflenne vom montag nicht nochmal durchblättern müssen):

  1. vau-eff guckte diesmal nicht herablassend.
    ei gugge.
    man grinste zwar bei meinem rant über das betriebssystem, aber keine stichelei. dafür ist das gerät heute, zwei tage später, immer noch dort und nicht fertig. meh. 
  2. test zu einem "naturbelassenen" hox+-rom
    noch mit android 4.2.1
    (das ersatzhandy hat mir mein lieber mann geborgt)
    ich habe nichts am rom selber verändert. kein root, keine super-sonder-schpäschl-äpps, nix.
    zwei dinge installiert, einen dateiexplorer (keiner drauf? htc, srsly?? *hier bitte die größte gesichtspalme der welt und umgebung hinimaginieren*) und myphoneexplorer, weil ich keine lust hab, alle sms am handy zu tippen.
    alles, was im hintergrund werkelt, aber unerwünscht/unnötig ist (fratzebuck, aktien, gugelgeschiss, socialmedia-streamvereinigungen und co.) deaktiviert.
    mit dem handy geschlagene 8 minuten telefoniert (wirklich. ich habe grade nachgesehen.) und 2 sms empfangen und wegen der uhrzeit ein paar mal draufgeguckt (immer dann, wenn ich nicht am rechner saß, also selten).
    kein internet benutzt, kein kindle, kein twitter, nüscht.
    akkulaufzeit von 100 % auf "zuhülf, zuhülf, ich will an den strom": 20 stunden. zwanzig. bei de-facto-nichtnutzung.

    so, und nun sag mir bitte noch mal jemand, dass mein rooten und trallala ja total sinnfreier scheiß sei, weil die standardsoftware total gut und allesfein sei. 

echtjetz.

****

mein handy ist mal wieder im eimer. die software. cyanogenmod (a.k.a. kaggnscheißndrecksmistding). genauer gesagt, war ich verwegen genug, „mal eben“ ein update machen zu wollen. also so, wie das eigentlich sehr laut beworben wird (sinngemäß mit „so sicher und stabil wie die original-software, nur schicker, bigger, better, faster, more“.)  ja, war n fehler. weiß ich jetzt.
eine kleinigkeit (wechsel von version 10.1.3 auf 10.2) erwies sich als größerer stolperstein mit dem ergebnis, dass ich seit freitag nur sporadisch telefonisch erreichbar bin.
den grund für den fehler kenne ich jetzt (für die, die es interessiert: ich hätte die boot.img manuell flashen müssen). am ergebnis „erfreue“ ich mich seit fr.-mittag: bootloop, hängende app-installation, wieder bootloop, unberechenbare abstürze, bootloop. das volle programm. ich habe nicht mal genug zeit, meine daten komplett runterzusichern – und ehe mir jetzt jemand sagt, „jaaahaaa, man macht ja auch vorher ein backup! kleines dummchen, du“, ernde ich flugs ein, dass normalerweise der inhalt der sd-karte gar nicht angetastet wird. und ich es mir also sparen kann, 13 GB durch die grauenvoll langsame usb-2.0-verbindung zu „jagen“.
ach ja, und auf backups kann ich nicht zugreifen. auf keines der drei. ich komme schlicht schlicht nicht mehr an den speicherort ran. ich habe keine ahnung, woran das liegt, denn erstellen ließen sie sich ohne probleme.
als eine version zwischendurch mal kurz lief, fehlten mir von 360 mit titanium gesicherten apps 200. auch klasse, dann brauch ich mir den hassel auch nicht zu geben.

ich bin STOCKESAUER!! (und üüüüüberhaupt nicht aggressiv! *tritt gegen eine wand*)

ja, und nun stehe ich wieder vor der erfreulichen aktion, mit dem kleinen scheißerchen zu vf zu marschieren und die jungs um hilfe zu bitten. was bereits die letzten beiden male zu sehr herablassenden reaktionen geführt hat.

und nun kommt der eigentliche rant: dieser ganze gottverdammte scheißdreck wäre gar nicht nötig, wenn es die hersteller und die telko-anbieter mal auf den zwirn bekämen, dass ein handy zunehmend ein arbeitstier und personalisiert wird! bei autos oder computern ist es völlig normal, dass man sich aussuchen kann, ob man nen supersparsamen, aber relativ langsamen langstreckenbomber oder ein high-end-sportgerät mit nennenswertem energieverbrauch möchte. und dass optimierungen in der einen oder anderen richtung jeweils keine große sache sind. bei rechnern ist es ebenso normal, dass man im besten fall nur ganz wenige standard-anwendungen mitgeliefert bekommt und sich den rest selber aussucht. schon ganz und gar, wenn man im endeffekt auch noch dafür bezahlen muss.
bei handys ist es offenbar so, dass die anbieter meinen, bunte gehäuse und lustige kopfhörer seien als personalisierung ausreichend. und dann kommen noch die telko-anbieter und kloppen noch ein bis sieben tonnen bloatware und datensauger auf die dinger drauf.

will ich mein handy MEINEN wünschen gemäß nutzen, bin ich also gezwungen, es zu rooten (also dinge zu tun, bei denen der hersteller sofort rumflennt, dass ich die garantie zerstöre), tief ins system einzugreifen und mich ewig mit sachen rumzuärgern, für die man eigentlich android und java studiert haben müsste. (jedenfalls gefühlt.)

bei meiner nutzung ist es so, dass ich an einem tag mit hoher nutzung (z.b. weil ich unterwegs bin) mit einem nicht getunten rom etwa 6 stunden gut und 8 stunden geraaaaade so hinkomme. brauche ich dann noch eine app wie z.b. ein navi oder irgendein sport-dingsi, dann darf ich mich über 4-5 stunden freuen. das ist ein schlechter witz! mit dem letzten custom-rom (leedroid) war ich sehr zufrieden. damit war auch ein ganzer skitag und der komplette abend drin. selbst am anderen morgen waren noch 15 % saft im akku. blöderweise wird das gar nicht mehr aktualisiert und fällt daher als rom der wahl weg.
nun habe ich mir also dummerweise cyanogen eingetreten, aber diesen fehler werde ich jetzt beheben. blöd nur, dass mich diese erkenntnis in der summe zwei arbeitstage und jede menge nerven gekostet hat.

tja nun, auf zu vau-eff ...

aber damit dieser eintrag nicht nur gemecker enthält, gibt es hier die methoden der elefantenjagd. gefunden hab ich das auf dem tumblr von san - danke! ich lache immer noch (besonders über die windows-programmierer und sap).

2013-11-06

#507 - WMDEDGT im November

beschlossen: da mein normales leben nicht so spannend ist, gibt es jetzt besondere tage unter der überschrift „was machst du eigentlich den ganzen tag?“ (WMDEDGT).

gestern war so ein tag.

morgens beizeiten raus, weil ein übersetzungsjob fertig werden musste. ich saß also kurz nach 8 bereits am rechner und schlug mich mit einem stichwortverzeichnis herum, das mit einem RIESIGEN textkorpus abgeglichen werden musste (die stichwörter sollten bitte den überschriften etc. im korpus entsprechen.)
zwischendurch frühstück mit dem mann (2 pötte kaffee, 3 spiegeleier, käsestulle), dann weiter im und mit dem text bis 11:00, abgabe um 11:01. uff!
als nächstes dräute die umsatzsteurvoranmeldung fürs zweite, nein, dritte quartal, mit der ich wieder – wie üblich – ziemlich spät dran bin. ich hasse dieses korinthenkackerische papierfetzchen-abheften innigst und prokrastiniere deswegen nach besten kräften. kein besonders cleverer move, das ist mir schon klar.
bei den vorarbeiten stellte sich bald heraus, dass der drucker noch nicht mit dem neu eingerichteten pc redet. also verbrachte ich VIEL zeit mit troubleshooting und internetz leerlesen. zwischendurch erledigte ich mehrere rückfragen der auftraggeberin, zwei dienstliche und ein privates telefonat und grub die wurzeln der gloriosa fürs überwintern aus. weiteres erdbuddeln verkniff ich mir angesichts der bitteren kälte auf dem balkon.
ca. 15:30 machte ich mir ein verspätetes mittagessen (noch n pott kaffee und ne käsestulle) und sah el gordito vom hof fahren. das überraschte mich, denn eigentlich hätte er in der firma sein sollen ...
danach wieder back to install. kurz nach 16:00 lief der drucker endlich. kurz vor 17:00 starteten der mann und ich gen zentrum, und es stellte sich heraus, dass weder schwiemu noch der mann el gordito telefonisch erreichten – absolut ungewöhnlich. während des nachmittages hatte ich mit el gorditos ex gesmst, sie war nach einer länglichen kommunikation von ihm beunruhigt. das waren der mann und ich nun auch.
während j.s termin telefonierte ich mit der telefonseelsorge und anschließend mit der bullensine und t., el gorditos jüngerem bruder.
auch seine und die versuche der freunde, el g. zu erreichen, schlugen fehl.
wir brachen alle anderen planungen für den abend ab und kehrten umgehend nach hause zurück. dort wartete bereits t. wir beratschlagten, was nun zu tun sei, polizei einschalten oder nicht. kurz nach 19:00 kam der alarmruf seines kumpels t-2, el g. habe tabletten genommen und sich von div. leuten verabschiedet.
PÄNG!! ALARM!!
als wir die nachricht bekamen, waren t-2, seine freundin k. und kumpel r. bereits losgeschossen, el g zu suchen. ich telefonierte mit der pol, um meinen notruf abzusetzen. gott, was für ein langwieriges geschisse! und nein, man könne el g. nicht von dort aus orten (komisch, bei demonstranten und co. geht das ganz problemlos ...), das müsse ich beim provider veranlassen. und erst danach könne man, und bla, bla, bla. der polizist am anderen ende war insgesamt durchaus verständnisvoll und nett, aber ehrlich: so zäh stelle ich mir die suche nach einem potenziellen suizidkandidaten eigentlich nicht vor!
noch während meines telefonates rief t2 wieder an, sie hätten ihn gefunden und machten sich nun auf den weg ins krankenhaus. also alles stopp bei der pol und auf ins krankenhaus. dort entspann sich eine längere odyssee, bis wir endlich die richtige notaufnahme und dann auch el g und die freunde gefunden hatten.
es stellte sich heraus, dass el g – zum glück! – ziemlich ungeplant gehandelt hatte und dadurch keine weiteren schäden zu befürchten sind. wie es nun weitergeht, ob er einsieht, dass eine weile therapie eine gute idee wäre (und ganz grundsätzlich: hilfe von außen!), das werden wir sehen.

als wir gegen 22:30 hundemüde und seelisch gut geschüttelt, aber weniger gerührt, wieder daheim saßen, kauten wir beide jeweils noch ein alibihäppchen abendbrot (in meinem fall bisschen dosenfisch), redeten über die ereignisse des tages und mögliche konsequenzen. ich versuchte währenddessen, die mühlräder der gedanken mit rotwein zu stoppen, und gegen 23:00 lag ich im bett und schlief unruhig, aber lang.

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fazit: muss ich nicht nochmal haben ...