2015-05-28

#600 - 10 dinge, die mich das gärtnern gelehrt hat

dieses stöckchen habe ich im gärtnerinnenblog gefunden und finde es so nett, dass ich mich auch daran austobe.

here goes: zehn dinge, die mich das gärtnern gelehrt hat.

  1. geduld.
    (eigentlich könnte ich das jetzt die ersten ... ähh ... sieben bis acht punkte hindurch wiederholen, weil es der für mich wichtigste punkt ist. mach ich aber nicht, weil ich auch noch ein paar andere sachen loswerden möchte.)
  2. geduld wird belohnt.
    ich wusste nicht, wie glücklich es mich macht, meinen garten blühen zu sehen, nachdem ich viele stunden auf den knien hindurchgerobbt bin, kiloweise unerwünschtes grünzeug gerodet habe und buchstäblich tonnenweise erde geschippt habe. ist aber so. und das ist toll.
  3. ich sollte nie „nie!“ sagen :)
    als kind habe ich gartenarbeit wirklich innig gehasst. bei uns gab es in der unterstufe noch das fach schulgarten. der sinn erschloss sich mir überhaupt nicht. hacken fand ich unnötig, und warum sollte man unkraut mit der wurzel ausreißen? es war doch auch weg, wenn nur die blätter ab waren. (es hat allerdings auch niemand erklärt, warum das so muss. oder ich erinnere mich nur nicht dran.)
    heute wühle ich begeistert in der erde. (und ziehe un-/bei-/wild-/unerwünschte kräuter mit der wurzel raus.) 
  4. gartenarbeit erdet mich. im besten sinne des wortes.
    nach einer fiesen woche (oder auch nur nach einem besonders zähen arbeitstag), wenn ich den kopf voll habe, wenn man mit meiner laune junge drosseln töten könnte und mich alles anstinkt, dann hilft eine große runde erdenwühlen wunderbar.
    verallgemeinert: gartenarbeit und sport sind gut für meine ehe :D 
  5. pläne und listen sind nützlich. auch im garten.
    ich kann mir nämlich notieren, was ich wann wo vergraben/gesät habe, und muss mich hinterher nur mit der frage herumschlagen, ob diese grünen öhrchen nun mohn oder melde sind.
    (ab nächstem jahr. diesmal wirklich.) 
  6. regen ist toll.
    ich kann mich nicht erinnern, vor meiner gärtnernden zeit jemals gedacht zu haben, „nun könnte es aber wirklich mal wieder regnen. am besten zwei, drei tage hintereinander.“
    (und regentonnen und zisternen sind auch toll.)
  7. meine erzfeinde heißen melde und distel.
    diese ollen dinger wachsen hier überall. die melde ist nur zahlreich, aber die disteln wehren sich auch noch gegen das gerodetwerden und – hinterhältigkeit de luxe – kommen flugs wieder, wenn ich die wurzel nicht komplett erwischt habe.
    dafür habe ich ein paar andere kräutlein-fein ins herz geschlossen, weil sie so schön blühen. etwas, das wie ganz kleine veilchen aussieht, nur in blau-gelb, und eine grasartige angelegenheit, die wunderschöne, violette blüten hat.
  8. ich freue mich mehr über blumensamen oder pflanzen als über blumensträuße.
    wobei selbstgeschnittene blumensträuße ebenfalls etwas wunderbares sind.
    und sträuße, die mir mein lieber liebster mitbringt.
    (der sowieso toll ist.)
  9. mittlerweile kann ich mich ganz gut damit abfinden, dass ich für manche pflanzen einfach kein händchen habe (avocado, eukalyptus), weil es dafür andere pflanzen gibt, die bei mir scheinbar mühelos gedeihen. (zitrusse. mango. und kamelien. ich habe kamelien entspannt (!) über den winter bekommen, yay!)
    ich hoffe sehr, dass die plumerias in die zweite kategorie fallen werden. *daumendrück*
  10. kohl und kartoffeln im eigenen garten mag ich gar nicht. das erinnert mich zu sehr an die zänkischen, dederonbeschürzten (und damals für mich alten) frauen, die zu meinen kindertagen mit hacken in der staubigen erde herumfuhrwerkten und erwarteten, dass man als braves nachbarskind hilfe anbot.
    (außerdem bin ich kein großer fan der genannten gemüse auf dem teller.) 

2015-05-26

#599 - erdenwühlen, die drölfzigste

bei der großen wühlaktion neulich haben auch diverse topf- und kübelpflanzen größere töpfe und frische erde bekommen. nach solchen aktionen beobachte ich mein grünzeug immer sehr genau. und stellte dieses mal mit stirnefalten fest, dass gerade die exoten nicht so erfreut reagierten, wie ich mir das ausgemalt hatte.
der grund war schnell ermittelt: der verwendete mutterboden ist für die pflanzen um zweibisdrei welten zu schwer. kein wunder, handelt es sich dabei doch im wesentlichen um dieselbe lehmig-schwere erde, die hier in der gegend tonnenweise herumliegt (halt nur ein bisschen aufgearbeitet). das fanden grade die exoten richtig blöd. (und darauf hätte ich auch eher kommen können.)

also habe ich gestern eine weitere runde gebuddelt und ihnen allen neues, deutlich leichteres substrat verpasst (und mir dabei auch den pfeffer und die avocado noch mal vorgenommen, die dasselbe problem hatten).
die clematis und die beiden passionsblumen haben noch mal den platz gewechselt und damit ebenfalls noch mal eine bodenveränderung spendiert bekommen. dabei habe ich den boden etwas alkalischer gemacht, das sollten vor allem die passionsblumen super finden.

nun bin ich sehr, sehr gespannt, was die grünlinge dazu sagen.

und sonst noch:

  • in der nähe unseres gartens wohnt ein eichelhäher. ein hübsches tier!
  • mein bewässerungssystem auf dem balkon funktioniert wunschgemäß. aber auch in diese kübel muss ich noch mal einodermehrere kilo blähton einbuddeln, damit die pflanzen mehr davon haben. (ging gestern nicht, der blähton war alle.)
  • die große bewässerung im beet wollte nicht so wie ich. auf die performance des perlschlauches bin ich ziemlich gespannt (lies: ein klein bisschen misstrauisch). aber immerhin ist die gekaufte länge gut ausreichend.
  • brennnesseljauche stinkt wirklich widerlich, hilft aber ganz prima gegen blattläuse und sonstiges geviech auf meinen schööööönen blumen.
  • morgendliches gießen ist eine wunderbar meditative angelegenheit.
  • dieser mai ist mir zu kalt!

und nun auf ans werk.

2015-05-21

#598 - miese planung

gestern hatten wir einen aushäusigen termin, um den herum ich nicht arbeitete. den ganzen tag war es still im haus.

heute kam um 07:00 der handwerker und kloppte, bohrte, schraubdonnerte und randalierte bis 15:15.

finde den fehler.

jetzt hab ich den ganzen tag nicht viel (lies: nicht ausreichend) produktiv gearbeitet. hab kopfweh wie nach nem fetten besäufnis, und zu allem überfluss steht heute abend ein sozialer businesstermin an, sodass ich nicht zum sport kann.

ich muss dringend mit dem liebsten über seine terminplanung reden! so geht das nicht.

2015-05-18

#597 - erdenwühlen

in der letzten saison hatten wir mal wieder braunfäule an den tomaten. trotz regengeschütztem standort und angeblich widerstandsfähiger sorten. um das dieses jahr hoffentlich zu vermeiden, tauschte ich gemeinsam mit dem liebsten am sa. die erde aus, in die die tomätchen kommen sollen.
ich habe nämlich folgendes gelernt: die olle fäulnis ist ein pilz, dessen sporen im boden einfach mal entspannt warten, ob sich andernjahrs nicht doch wieder ein neuer wirt findet, regen hin oder her. das mistding. das lässt sich nur abwenden, indem man einen neuen standort für die tomaten wählt (geht nicht wegen der geografischen gegebenheiten des gartens) oder eben die sporen los wird, indem man die erde tauscht.
also hieß es „schippen!!“. reichlich eine tonne erde musste erst ausgehoben und wegtransportiert werden. anschließend wurden neuer mutterboden und gut „durchgezogener“ pferdemist gemischt und in dem loch verteilt.

dazu kamen noch 3 groooooße, mit erde zu befüllende kübel, in denen je eine gurke und eine tomate wachsen sollen, die fertigstellung eines weiteren beetes, und etliche blumentöpfe.

in summe haben wir also etwa 3 tonnen erde bewegt, davon zwei nur für das neue tomatenbeet. wenn die tomaten jetzt nix werden, bin ich persönlich beleidigt! so!

die kübel waren richtig garstig: die sollen auf böcken auf meinem balkon stehen. zum einen steht das grünzeugs dort einigermaßen windgeschützt und warm, zum anderen kommt dank der erhöhung auch ganztags sonne dran. das sollte den tomaten, der gurke und der sibirischen melone gefallen. hoffe ich jedenfalls. und schließlich kann ich nun hoffentlich meine latifundien täglich besichtigen und mich am wachsen und gedeihen erfreuen. so zumindest der plan. mal sehen, was das in der realität ergibt.
nur: die bottiche (rechteckige mörtelwannen ausm baumarkt) erwiesen sich als viehisch schwer - ca. 100 kilo. die mussten durchs ganze haus geschleppt werden, weil mein liebster (fälschlicherweise, wie wir jetzt wissen) dachte, das sei leichter, als die erde hochzuschleppen. war es nicht. zum glück fasste sohn 2 mit zu, der hat ordentlich muckis. ich wär an einer so schweren schlepperei gescheitert.
tja nun. wieder was gelernt.

der dritte kübel passte schlicht vom platz her nicht mehr auf den balkon. also er hätte schon noch draufgepasst, aber dann hätten wir uns über das geländer abseilen müssen, um wieder ins haus zu kommen. und gießen und co. wären auch eher beschwerlich geworden. das erschien mir dann doch zu umständlich. also hat der pott jetzt einen platz neben der regentonne gefunden. mal sehen, was die bewohner dann dazu sagen. die gurken und die melone habe ich vorgestern bereits ausgepflanzt. die tomaten lasse ich noch ein wöchelchen im minigewächshaus stehen. dann ist es hoffentlich etwas wärmer und auch die können ins freie.
gestern habe ich für die beiden balkon-kübel auch die bewässerung installiert und getestet. nun darf es gern endlich warm werden.

außerdem habe ich noch etliche sommerblumen gepflanzt/gesät.

erwähnte ich, dass es jetzt bitte warm werden darf? und regnen?
also. ich hätte es jetzt gern warm und nehme auch regen gern.

so, und nun hab ich genug prokrastiniert, jetzt geht es an die arbeit.

#596 - wochenendliches (mal wieder)

das we ist mal wieder zu schnell zu ende gegangen. und mal wieder sitze ich am montag am rechner und sinniere mal wieder darüber, wie schön es wäre, noch einen, zwei tage mehr wirklich frei zu haben. oder gar eine oder zwei wochen. ganz ohne schlechtes gewissen, weil doch noch in soundso vielen stunden sinnvoller output erzeugt werden muss und dies, das und jenes erledigt und so weiter.
ich bin zu oft zu müde. die ausgefallenen urlaube fehlen mir zunehmend. meh.

aber.

das we selber war ein schönes. die lieblingsschwester (dLS) nebst mann (ogmo) waren ab fr. bei uns. ogmos großeltern hatten zu einer geburtstagsfeier geladen. zu solchen gelegenheiten möchte auch ogmos restliche familie gern zeit für gaffee und guchn eingeplant haben. es gibt aber diverse innerfamiliäre animositäten, und bestimmte personenkombinationen sind schwer bis nicht zu ertragen. also kann man das nicht in einem abwasch erledigen. daher hatten dLS&ogmo ein ziemlich straffes programm. sie kamen am fr (erst mal nur mittelschwer angestrengt) vom ersten und zweiten ogmo-verwandten, und wir saßen gemütlich bei schwatz und tee draußen. am abend waren wir beim italiener und fielen relativ zeitig todmüde ins bett.

am sa mussten die beiden recht zeitig gen mittelerde zur großen feier aufbrechen. mein großartiger mann hatte ebenfalls relativ zeitig den enkel geholt, und so wappnete ich mich mit den besten nerven, die ich finden konnte, und startete das große gartenwühlprogramm - buchstäblich, weil mit VIEL erdbewegung. sehr viel. der enkel nervte nur mäßig und wurde vom liebsten straff dirigiert, sodass wir nicht miteinander kollidierten, das funktioniert mittlerweile recht gut. trotzdem kann ich auch weiterhin mit dem lütten nix anfangen.
tja nun. es ist schon ganz gut, dass ich katzen statt kinder habe.

am abend konnten wir auf eine menge geschaffte wühlerei schauen. der befürchtete muskelkater fand auch nicht statt, worüber ich mich sehr freue. (hallo, fitness! :D)
dLS&ogmo kamen sehr angestrengt von der familienfeier wieder, und so gab es als entspannungsprogramm alkohol, gegrilltes vom strauß und vom irischem weideochsen und spargel aus der gegend. (dieses jahr verpass ich den nicht wieder.) das war schön!!

leider hatte sich dLS den magen verdorben, sodass es ihr in der nacht und am so. wirklich schlecht ging. das fiel uns allen in die sonntagsplanung. die beiden wollten eigentlich beizeiten gen heimat aufbrechen. es wurde aber deutlich später, und dann hatten sie auch noch pech mit stau und zähflüssigem verkehr. aber zum glück sind sie trotz allem heil angekommen. ich muss nachher gleich mal ergründen, wie es ihr heute geht, und ob die geplante dienstreise mit ihr oder ohne sie stattfinden wird. da sie sich drauf gefreut hat, drück ich ihr die daumen dafür, dass es klappt.
der liebste war gegen mittag zu einer ausgedehnten mtb-runde in seinem lieblingsrevier gestartet. ich nutzte den rest des tages, um die restlichen erdenwühlereien zu erledigen.

wenn's nach mir ginge, dürfte es heute und morgen auch mit freien tagen weitergehen :)


2015-05-11

#595 - platt, aber happy

das we (inkl. freitag) war genau so arbeitsreich wie angenommen. ein brunch für rd. 20 leute zuhause ist eine durchaus vorbereitungsintensive sache. (und ich bin heute gebührend müde und könnte eigentlich jetzt ein wochenende vertragen.)
da aber die letzten gäste gg. 15:00 gingen, gehe ich davon aus, dass es den anderen ebenso gut gefallen hat wie mir.
mein liebster, bester ehemann, die lieblingscousine und ihr mann haben mir bei den vorbereitungen den hintern gerettet. mein liebster, weil er einfach im hintergrund diverse schlepperei "mal eben" erledigte, sachen herankarrte und für einen permanenten kaffeenachschub sorgte. der t ist gastronom und betreut regelmäßig events unterschiedlichster größe. er hatte tausendundeinen guten tipp, noch mehr gute ideen und werkelte am so.-morgen im hintergrund, aber irre effizient zusammen mit der i, sodass keiner verhungerte, die gäste gut unterhalten waren, das straußenrührei ein erfolg wurde und es insgesamt klasse war.

lustig am rande: während der vorbereitungen hörten wir eine mixliste von des ehemanns händi, darunter auch ac/dc. die i rief (sinngemäß), los, haare schütteln. dem kam ich nach - und habe heute einen monumentalen muskelkater im nacken. auAAAAAAAAAAAAAA! :D lustig finde ich es trotzdem.

betrüblich war zu erfahren, dass ein lieber freund kürzlich die zweite chemo hinter sich gebracht hat - es ist zwar "nur" eine wenig aggressive, chronische geschichte, aber die beste krankheit taugt nix, und krebs noch viel weniger. *seufz*

die vielen gratulanten werde ich in den kommenden tagen noch verbal herzen und drücken fürs gratulieren. und mich weiter über die eine sms wundern, von der ich absolut keinen verdacht habe, wer die geschrieben haben könnte. ich vermute eine (sehr) alte (möchtegern- oder liebschaft und überlege, ob ich darauf reagieren soll oder nicht. (vrmutlich besser nicht, denn: what is it good for? - absolutely nothing :)  )

und nun auf an die arbeit. es liegt viel an! nachher kommt mein neuer schreibtisch, die steuer ist überfällig, die terminologie harrt meiner, und schlussendlich muss ein garstig weggefetzter zeigefingernagel repariert werden, der beim tippen erheblich stört.
immerhin ist die wohnung bereits wieder "umgegraben und glattgeharkt" :D und dank jeder menge reste ist auch für mittag- und abendessen weidlich gesorgt.

*geht gähnend ans werk*


PS: die geschenke vom ehemann waren noch eine klasse fabulöser als erwartet :D

2015-05-07

#594 - fabulous forties ahead!

in kurzer bälde werde auch ich zu den fabulous forties gehören :D ich freue mich sehr darauf. und bin WAHNSINNIG gespannt, was mein lieber mann besorgt hat. dass es was grandioses ist, daran habe ich keinen zweifel. das war bisher noch zu jeder gelegenheit so.

erwähnte ich, dass ich vor neugier platze? ich platze schier vor neugier. (immerhin muss ich nicht mehr lange schmoren.)
*neugierneugierneugier*

das wochensoll an stunden ist abgearbeitet, ab jetzt habe ich a) frei und b) eine menge feiervorbereitungen vorzubereiten.

schade ist nur, dass die wettervorhersage für den sonntag so lausig ist (für diesmal glaube ich sie, da bin ich ein bisschen pessimistisch).

*in den flattermodus umschaltend und aufgeregt ab*

#593 - pack schlägt sich, pack verträgt sich

so eine wahre aussage! bei dem prügelpärchen aus #592 herrscht (derzeit ...) wieder friede, freude, eierkuchen und eitel sonnenschein allerorten. sie will bei ihm bleiben und würde auch am liebsten die scheidung stoppen, er will, dass sie bei ihm bleibt (stoppt aber die scheidung nicht).

fazit: das muss ich nicht verstehen. ich bin aber sehr froh, dass ich mich nicht eingemischt habe.