2016-08-31

#683 - arena erfolgreich verteidigt oder so

gestern war die nachkontrolle unserer katzenhaltung durch das veterinäramt. ich hatte im vorfeld bereits einiges an informationen und bildern hingeschickt. das feedback war auch positiv. trotzdem bin ich vor solchen prüfungen aufgeregt und nervös wie zu schul- und unizeiten vor prüfungen. selbst wenn ich - wie diesmal eben auch - weiß, dass ich super vorbereitet bin und eigentlich nix passieren können sollte. mein motto für solche fälle ist „der anschiss lauert überall“.

mir fielen nur die meckerstellen auf, der nicht funktionierende wasserlauf, der nicht blütenreine boden im durchgangskeller, in dem die klos stehen und es durchaus RICHTIG dreckig wird, wenn die plüschs mit schlammpfoten reinkommen und wo klein-napoleon auch mal in ne ecke pieselt, wenn er sich missverstanden fühlt oder madame, da sie glatte oberflächen mehr goutiert als katzenstreu. kurzum: ich flatterte tüchtig.

der gatte hingegen war die ruhe selbst, er sieht halt das, was grandios ist: sehr reichliche 150 m² platz draußen und das komplette haus, zutrauliche pelzköppe, jede menge schicke einrichtung, verstecke, klettermöglichkeiten und hochsitze im gehege, schönes und gedeihendes grünzeug (inkl. rasen, yay!) usw. usw.

und er hat recht: die beiden kontrolleurinnen gestern waren von unserem palazzo degli gatti gebührend beeindruckt. man lobte das schöne, abwechslungs- und an input reiche gehege ein ums andere mal, fragte mir löcher in den bauch zum verhalten von madame schnapitze allein und im verhältnis zu den feliskatzen. man war vom kitty superhighway im haus sehr angetan. mit jeder minute, die die beiden da waren, nahm auch meine nervosität ab. am ende war es ein richtig nettes gespräch mit zwei sehr interessierten und kenntnisreichen partnerinnen. besonders gefreut habe ich mich darüber, dass der gatte sich ebenfalls zeit genommen hat und bei der kontrolle mit anwesend war.

aber natürlich gab es auch einen „ACH DU SCHEISSE!!“-moment: als blue uns ausgebüxt ist, während der gatte eine kletterhilfe ins gehege trug, um ein verworfenes futterküken zurückzuholen. nachdem madame bereits neugierig war, wer da in ihrem revier herumstand, aber nur den kopf ein bisschen aus dem oberen bunker herausstreckte, wollten wir sie ganz herauslocken. mit futter, das hat sich ja bewährt. das hat der gatte ein bisschen zu kurz geworfen und schwupps, hing das küken im dach der gehegeerweiterung fest. da wir alle es madame unbesehen zugetraut hätten, sich das küken mit einer bekloppten kletteraktion zu holen und sich dabei möglicherweise zu verletzen, musste es also fix da heruntergeholt werden. dazu wollte mein liebster „mal schnell“ einen gartenstuhl ins gehege tragen. da der aber minimal breiter war als die tür und der gatte nen moment zum durchfädeln brauchte, nutzte blue die gelegenheit und witschte ihm zwischen den beinen durch und wie der geölte blitz auch an mir vorbei. WAAAAH! unter den augen der kontrolleurinnen! aber die grienten beide, und blue blieb am vorderen beet stehen, um die blümchen zu beriechen, und ließ sich völlig anstandslos wieder einfangen und ins gehege zurückbringen.

fazit der kontrolle: eins plus. mustergültig. ob man mich bei fragen anrufen und fotos vom schönen gehege als paradebeispiel verwenden dürfe.
ich glaube, so entspannte kontrollen machen die veterinäramtspersonen selten ... sie reisten mit breitem lächeln wieder ab, und der gatte und ich stießen mit unserem besten kaffee an.

aber ey, WAR. DAS. ANSTRENGEND!

beim sport schluffte ich dann auch nur so rum, die klimmzüge wollten nicht so richtig, und heute hab ich durchaus nennenswerten muskelkater. was seelische anspannung so ausmacht ...

2016-08-23

#682 - bugwelle nach flasche leer

mit protestantischem arbeitsethos und "das MUSS aber!" reiße ich eben doch nix, wie figura zeigt. der kurzurlaub war zu kurz, zu viel action, zu wenig ruhe. in der woche danach riss ich arbeitsmäßig auch wieder deutlich zu wenig und fühlte mich dabei grottig. am letzten mo. zog ich die notbremse und verordnete mir eine woche pause mit VIIIIEL erholung und meditation und ganzganz wenig dinge-tun.
hat ganz gut geklappt, ich bin wieder halbwegs ich selbst.

nur habe ich so natürlich ne bugwelle aufgetürmt, die jetzt abgearbeitet werden möchte. aber piano, ich will ja die erholung nicht gleich wieder ruinieren.

desterwegen ist es hier gerade sehr ruhig. und es kann sein, dass das noch eine weile so bleibt. auch wenn die gehegeerweiterung fertig ist und vorgezeigt werden könnte.

bleiben's mir gewogen, liebe leser, und bis bald.