2016-11-17

2016-11-16

#706 – da schau an ...

im mai bloggte die geschätzte felis einen artikel über die lahmende gleichberechtigung (und vor allem: gleichverpflichtigung oder wie das biest genannt werden mag). ich dachte zunächst, och nööö, so schlimm ist das doch bei uns gar nicht, der gatte macht doch auch was.

bei genauerem hinsehen stellte sich indessen heraus: nope.

also der gatte tut schon was im haushalt. ein kleines bisschen. wenn jedoch die zeiten stressig sind (und das waren sie im letzten halben jahr sehr viel mehr als mir lieb war!), dann klebt der allergrößte teil an mir. täglich mindestens eine stunde für „putzräumwischpolier“ muss ich rechnen. grundsauber fühlt sich das aber nicht an – käme unerwarteter besuch, wäre mir der zustand der behausung gelegentlich peinlich. und da hab ich schon ne putzfrau, die mir einen erheblichen teil des grundreinemachens abnimmt!
in haus und garten kümmert er sich gelegentlich erst nach hundertdrölfzig erinnerungen meinerseits um dinge abseits von rasenmähen und zeug-wegfahren (sperrmüll, gartenabfälle usw.).  ja, die fahrräder und die fahrzeuge sind sein ressort. und im normalfall geht das auch halbwegs zeitnah. aber selbst da klemmt es in letzter zeit. die schaltung an meinem einarmigen banditen macht seit ende des sommers schwierigkeiten, und ich habe ihm das auch deutlich öfter als einmal gesagt.
*seufz*

in den letzten tagen, seit ich allein zuhause bin, stelle ich fest, dass ich deutlich weniger zu tun habe. die hütte ist auf einem guten passablen grundsauberkeitslevel, die arbeitsflächen und der tisch sind krümelfrei und sauber, es steht kein wenig gelumps rum (gut, das kann auch ich hervorragend), die gewaschene wäsche ist verräumt (okay, auch da bin ich ebensooft der schlummi wie er) und insgesamt bin ich ganz erstaunt, dass ich die große hütte so entspannt im griff habe. und da sind außergewöhnliche aktionen bereits drin, wie z.b. gestern den saugroboter wirklich grundreinigen. also nicht bloß dreckbehälter leeren und grob die haare aus dem seitenbürstchen und von den rollen entfernen. sondern dreckbehälter innen mal komplett saubermachen (das war nötig, nachdem der saugi mehrmals katzenfutterteile eingesaugt hatte), die lager aller räder und bürsten entfusseln (daraus könnte ich mir vermutlich eine weitere katze stricken *ürgs*), den bürstenkäfig und div. andere bodennahe teile von angetrocknetem katzenfutterschmodder befreien – also das wirklich große programm. (was der gatte ganz offensichtlich so noch nie getan hat.)
und anschließend natürlich arbeitsflächen und benutztes werkzeug reinigen und desinfizieren.

nachdem ich den gatten wegen seines mangelnden engagements im haushalt jüngst angezählt hatte, gelobte er nicht nur besserung, sondern setzte diverses davon auch wirklich um. so sind wir beim geschirrspüler-ausräumen aktuell bei 50:50 – klasse! den einkauf hat er sehr lange komplett allein erledigt, mittlerweile gehen wir meist gemeinsam. und um den müll kümmert er sich auch nahezu komplett alleine. das ist ein job, den ich abgrundtief hasse.
nur die nummer mit dem putzen ... *seufz* da haben wir immer noch erheblichen handlungsbedarf. weil es a) aufgrund der vielen und großen flächen die meiste zeit frisst und b) am schnellsten sichtbar wird. bekleckerte oder bekrümelte flächen fallen (mir) durchaus auf – und ich kann darauf nicht einfach weiterarbeiten, weil ich oft nicht weiß, was das für klecker oder krümel sind. brotkrümel mögen noch schleichen. aber die krümel nach einer saugi-reinigung sind doch sehr igitt.
in summe hab ich den eindruck, dass mir, wenn er daheim ist, der putzlappen an der hand anwachsen könnte ... das missfällt mir nennenswert.

außerdem stelle ich – durchaus erstaunt – fest, dass ich diesmal das alleinsein sehr genieße. nicht falsch verstehen, ich freu mich riesig darauf, wenn er wiederkommt. aber jetzt komplett mein eigenes ding machen zu können, zu bett gehen, aufstehen, kochen, arbeiten wann immer ich will, praktisch keine störungen von außen, futtertechnisch weitestgehend wunschkonzert – doch, das hat was.

so, und nun auf zum feierabend, heute mit blumenkohlmuffins mit straußenfleisch zum abendbrot und film vorm kamin. yay.

2016-11-14

#705 – Running wild

Heute gab es bei mir Größtalarm: Meine Plüschmamsell hatte sich unterm Zaun durchgegraben. Unerwartete Talente. (Und ich Dussel placke mich mitm Spaten im Garten ... Hättse mir das nicht eher mitteilen können?) 

Ich hatte in meiner Not auch gleich den Gatten angerufen, der im Moment grade in Weitweitweg aufm Gletscher sitzt. Der wollte mir nun schnellstens Hilfe zukommen lassen und sagte sogleich dem R. Bescheid, der mit zwei weiteren Mannen im lauten Pickup bei mir einritt. Nun steht Madame GAR nicht auf Lärm und auf Fremde, und sie hat den R. das letzte Mal vor Ewigkeiten gesehen. Dass das zum leichteren Einfangen nicht beitragen würde, stand im Prinzip dran. Aber andererseits poltere ich ja Leute nicht an, die zum Helfen gekommen sind. Und die drei hatten ja nun wirklich nur die besten Absichten (nur leider auch keine Ahnung). Quintessenz: Madame, die vorher noch in unmittelbarer Nähe des Geheges saß, wo ich sie sehen konnte, verdünnisierte sich und ward nicht mehr gesehen. 

Es schloss sich eine längere Session aus Telefonaten an. Polizei und Veterinäramt mussten informiert werden: Wenn Spaziergänger am See Sichtungen eines Leoparden oder so was melden, sollten die Leutz von der Rennleitung wissen, was davon zu halten ist, und mich ggf. informieren. Dann einen TA mit Betäubungsgewehr, noch ein Anruf vom Veterinäramt - die riefen mich an und hatten einige sehr gute Tipps zum Wiedereinfangen – Nachbarn, die sie gesehen haben könnten, mein Futterlieferant, der ausgerechnet heute lieferte und mit dem die Abholung organisiert werden musste, die Familie, die das auch mitbekommen hatte, das volle Programm. Zwischendrin viele, viele Runden, die ich rufend durchs Viertel drehte. Und mein Herz wurde schwerer und schwerer, aber Abklappen und Heulen ging nicht, denn wer hätte denn dann weitergesucht. 

Gegen 7 brach ich zur x-ten Such-und-Ruf-Runde auf und nahm ein weiteres Mal die Thujahecke im Nachbarsgarten zum Ausgangspunkt der Runde.
Merke: Katzen sind sehr standorttreu und möchten i.d.R. eigentlich nur wieder nach Hause, in vertrautes Gelände. Dank der Taschenlampe „verriet sich“ Lasercat – heißt, ich konnte ihre leuchtenden Augen sehen und auch, dass sie mich ansah. Ich kniete mich hin und krabbelte sachte an sie ran, dabei mein aller-beruhigendstes Beruhigungspurren purrend. Sie fauchte zu Anfang sehr und hatte giGANtische Angst, ließ mich aber dicht an sich herankommen. Zunächst dachte ich darüber nach, ihr meine Jacke überwerfen zu wollen, verwarf die Idee aber wieder. Erstens wäre sie sicher zu schnell gewesen und ausgewichen und zweitens danach weggeflitzt. Und ob ich sie dann a) gefunden hätte und b) noch mal dicht genug an sie rangekommen wäre ... Blöde Idee. 

Ich hielt ihr stattdessen ein Stück Hähnchenschenkel hin. Das schlug sie mir heftig aus der Hand und schlug gleich noch mal und noch mal zu, aber mit abnehmender Intensität und leiser knurrend. Ich rückte ein Stück vom ihr ab, redete ihr weiter leise gut zu und hielt ihr ein weiteres Stück Fleisch hin. Das Knurren hörte auf, sie entspannte sich etwas. Ich rückte noch ein Stück weiter weg - und sie folgte mir! Laaaaanggestreckter Hals, das Fleisch konzentriert im Blick, immer mal grollend und nach wie vor nennenswert misstrauisch, aber sie folgte. Jubelundhüpf machten sich in meinem Herzchen breit. Ich rückte einen weiteren Schritt zurück. Sie folgte. Und noch einen. Sie folgte. Und einige weitere. Zu schnell zu viel gewollt, sie war wieder an die Bäume zurückgekehrt. Verd...! Aber weiteres Gewackel mit dem Fleischstück und zwei Mal tief durchatmen und mich selbst zur Ruhe zwingen, und sie kam wieder näher. Und folgte mir dann durch den Garten und bis zum Gehege. Das Stück Fleisch flog durch die Tür, Madame flitzte hinterher, Tür zu, ERLEICHTERUNG!!! 

Eilends sauste ich noch um das Gehege und verschloss die Grabung mit ein paar Betonsteinen. Währenddessen war die Plüschmadame damit beschäftigt, ihr Fleisch zu vertilgen. 
Als ich ins Gehege kam, sauste sie aber sofort zur Grabungsstelle - doof ist sie nicht. Und was knurrte sie heftig, als ich mich ihr näherte ... Aber eine demütig dargereichte Gabe von warmem Hähnchenfleisch stimmte sie milde, und sie nahm mir das Stück (und alle weiteren) vorsichtig aus der Hand. Später kam sie von sich aus ins Haus - Tschakka! -, denn die Klappen waren schon alle auf Hausarrest gestellt. Und eben gerade kam sie zum Schreibtisch, lehnte sich kurz an meine Beine, machte „Mrrrr?“ und legte sich wieder auf dem Sofa nieder. 

Fazit: Meine Madame vertraut mir dann eben doch sehr tief *groooßes, groooooooßes Glücksgefühl*

Morgen kommen zwei Tonnen Grobkies, mit denen ich erst mal weiteres Ausgraben verhindern kann. Richtige Randsteinkanten verlegen wir dann, sobald wir sie haben. Der R. wird mir helfen, morgen besprechen wir, wie wir die Geschichte jetzt so sichern, dass bis auf Weiteres nichts mehr passieren kann. 
Die Katzen haben nun erst mal "Hausarrest", was sie alle eher minderspaßig finden, aber da müssense jetzt durch. Noch so ne Jagd muss ich nicht noch mal haben. 
Sternchen liegt unterdessen bereits pennend auf meinem Sofa. Die ist genauso k.o. wie ich auch :) 

Aber Wahnsinn, wie sehr einen so heftiger emotionaler Stress schafft! Ich bin schlagkaputt, so, als hätte ich eine knüppelharte MTB-Runde in den Bergen hinter mir. Alt werd ich heute nicht mehr! Gegessen hab ich grade ne Kleinigkeit, und heute werd ich mir nen Whiskey gönnen, und dann fall ich ins Bett. 

Ich bin mir absolut nicht mit mir selbst einig, ob diese komplette Nummer nun als GAU, passend zu 2016 gesamt, oder als Größt-Glücksfall zu werten ist. 

#704 - erste male

zum ersten mal in meinem erwachsenen leben habe ich gestern eine reise gebucht für mich ganz allein. ein hotelaufenthalt im januar, um die mächtig runtergerittenen batterien wieder aufzuladen.
einerseits freue ich mich drauf und finde das durchaus spannend. denn bisher bin ich immer „zu mehreren“ unterwegs gewesen. sei es mit oder zu der familie, mit/zu freunden oder mit dem partner - wirklich geplant und komplett allein gereist bin ich bisher noch nie.
das ändert sich nun.

andererseits erfreut mich der grund dafür eher weniger: seit dem brand in der firma hatten der gatte und ich keinen gemeinsamen urlaub mehr (also etwas, das zwei übernachtungen überschritten hätte). der sommer und der herbst waren viehisch anstrengend, für uns beide, ganz ohne jeden zweifel, und die pausen waren rar. (lies: es gab keine, die wirklich erholsam gewesen wären. ein paar kurzfluchten waren nett, aber in summe nicht allzu hilfreich.)
nun ist der gatte im november ne knappe woche auf „männerrunde“ zum skifahren und im januar noch einmal, etwas kürzer und mit einer anderen gruppe.
ich gönne ihm diese auszeiten von herzen, er braucht die pausen genau so dringend wie ich. aber ich bin durchaus unfroh darüber, dass es überhaupt nicht zur debatte stand, eine der beiden sessions sausen zu lassen und stattdessen mit mir zu verreisen. zumal mir grade die im januar durchaus nennenswert in die planung sch***t. es gibt nicht viele gelegenheiten im jahr, zu denen ich feiertage, monatsenden und saure-gurken-zeit nutzen kann, um mal länger als ne woche auszusetzen. um genau zu sein, gibt es genau eine, nämlich das jahresende. und wenn er dann im januar irgendwann mit seinen mannen unterwegs ist, will er wieder keine weitere pause nehmen, weil ja bekanntermaßen in der firma immer dies, das und noch was anderes hoch-wichtiges zu tun ist.

tja nu, werd ich mich also an das alleinreisen gewöhnen, es kann gut sein (=es ist recht wahrscheinlich), dass das nicht das letzte mal gewesen sein dürfte.

so ganz glücklich macht mich diese situation nicht.

2016-11-07

#703 - WMDEDGT november 16

da frau brüllen wie jeden monatsfünften wissen will, was wir am fünften so machen oder gemacht haben, kommt hier meine mal wieder völlig unspektakuläre version.

gegen neun kroch ich aus dem bett und folgte dem üblichen morgenablauf: grobe morgendliche erst"verschönerung" mit nassmachen, anziehen, augen-einbau (=kontaktlinsen) und haare bändigen, dann kaffeemaschine anwerfen und währenddessen die erste runde katzenfutter auf die gierigen genossen verteilen.
frühstück mit dem gatten, das diesmal neben dem obligaten spiegelei eine halbe dose sahne-rahm-pure-fettigkeit-schmackofatz-quark mit apfelgelee enthielt. danach lasen wir beide ein bisschen im internetz herum und dann ging es an die gartenbuddelei.

am letzten wochenende waren bereits die gehassten thujen aus dem garten raus- und diverses neues grünzeug reingekommen, dazu sollte der garten winterfest gemacht werden. also bewaffnete ich mich mit ner schaufel und der schubkarre, verteilte noch große mengen kompost auf den frischen und den alten pflanzen und schnitt hie und da trockenes gesträuch ab. dazu hörte ich element of crime und dachte an frau wortschnittchen und daran, dass das aber so was von ein element-of-crime-monat für mich ist. herrn regers melancholisch-hintersinnige texte warfen also quasi ein freundliches grau auf alles. blöderweise schloss sich das wetter der freundlichkeit nicht an: aus dem nieselregen wurde am frühen nachmittag regen. gegen halb zwei wurde der so stark, dass mir das wasser aus den haaren lief und ich abbrach, um nicht in schlammmassen zu ersaufen. ein bisschen kreppte mich das schon, denn ich wäre mit dem garten gern am sa. noch fertiggeworden.

dann aß ich mit dem gatten zusammen eine kleinigkeit und vernichtete einen weiteren liter kaffee. wegen des dreckigen stresses der letzten wochen wühlte aber noch die unruhe in mir wühlte. so was bekämpfe ich am besten mit bewegung. und so entschied ich, trotz des regens rennen zu gehen, und startete gegen halb vier. nach einer halben stunde waren mir die beine aber so schwer, dass ich aus der laufrunde eine zügige gehrunde machte (und während derselben eine gute weile am kalauer "bin ich jetzt, während der gehrunde, ein gehrundium?" herumdachte).
nach insgesamt anderthalb stunden und bei einbrechender dunkelheit war ich wieder daheim, hielt mich eine weile unter die heiße dusche und begann dann mit den restaurierungsarbeiten für die abendliche einladung.
der gatte fuhr währenddessen los, das geburtstagsgeschenk zu holen.
kurz nach sieben gingen wir zu nachbars, wo wir zur geburtstagsfeier eingeladen waren. wir saßen in einer sehr netten runde, aßen gut und die, die tranken, tranken auch gut, und unterhielten uns ganz prächtig. gegen elf begann aber mein bauch zu rumoren, und so brachen wir gegen halb zwölf auf.

kurz nach zwölf lag ich im warmen bett.

2016-11-03

#702 - es hakt

wir erinnern uns: der gatte hat sich jüngst beimmountainbiken die lange daumenstreckersehne rechts abgerissen. zu langsam über eine schwierige stelle gefahren, umgekippt, *aua*. nun ist nicht nur die sehne gerissen, sondern sie hat auch gleich ein stück vom daumengrundgelenk mitgenommen. genau, von DEM grundgelenk, das man praktísch dauernd braucht und in dem eine arthrose so richtig ganz sicher etwas ist, das man DEFINITIV nicht möchte.

anfangs meinte mein bestester, die verletzung würde schon alleine abheilen, damit müsse er nicht zum arzt, und er habe gerade SOOOO viel zu tun. nach wüsten drohungen meinerseits* ist er immerhin damit doch zum arzt gegangen. 
*und vielleicht auch, weil sich ein gigantisches hämatom bis hoch zum daumennagel und in der handfläche entwickelt hatte, die hand dick geschwollen war und es dann doch ein klitzewinzbisschen wehtat.

der doc teilte mit, dass  – oh wunder! – ein bisschen pusten und „heile, heile gänschen“ singen nicht ausreichen würde. er schiente den daumen und schickte den gatten zur handchirurgie, um den knochen wieder da anzuschrauben, wo er hingehört. mit dem knöchernen ausriss hat der gatte wohl glück im unglück gehabt, denn reine sehnennähte sollen nicht ganz so super halten (vor allem, wenn man so einen empfehlungsresistenten patienten hat wie mein gatte leider einer ist). und so wäre er deutlich weniger lange mit daumenproblemen „gesegnet“ und müsste auch nicht zwingend mit gelenksarthrosen rechnen. so sagt der doc.

und was tut mein lieber gatte? er doktert weiter mit hausmittelchen herum. zunächst mit traumeel, weil homöopathie hilft ja immer. überraschung: nein, tut sie nicht. dann ist er auf schlangengift umgestiegen und hat dazwischen immer noch mit pferdesalbe und basensalzbädern rumgepanscht. (vielleicht hätte ich ihm noch katzenspucke empfehlen sollen. immerhin weiß man schon, dass das schnurren der katz tatsächlich verletzungen schneller heilen lässt – und das schnurr MUSS in die spucke übergegangen sein, immerhin kommt beides (ungefähr) aus dem mund von der katze.)

nun hat der gatte – möglicherweise von der schiene – heftigen allergischen ausschlag bekommen. feuerrote haut, bläschen, die sich auch ausbreiten, juckreiz, der ihn nachts weckt. aber er hat munter weiter seine latwergen draufgeschmiert, trotz meiner immer nachdrücklicher werdenden gegenrede. super, wenn die haut eh schon gereizt ist, schlangengift drauftun – auf die idee muss man auch erst mal kommen. immerhin hat er sich gegen den juckreiz endlich ein antihistamin zum draufschmieren und eins zum einnehmen geholt. half aber auch nix. aber noch mal zum doc? – erst nach fast ner woche herumgedokter, weil der juckreiz nicht mehr auszuhalten ist.

super.

und nun wundert er sich, dass das ekzem schlimm aussieht, sich ausbreitet und nicht weggeht, muss mit cortison cremen und die op morgen steht nun auch auf der kippe. das ist so eine saublöde mischung aus männerhärte („das wird von alleine wieder“), omamittelchen („umschlag aus iltisnasenhaaren und kuhfladen nach originalrezept aus dem hundertjährigen krieg“), homöopathieglauben (bei einem knochenbruch ... *kopf>tisch*) und dann-doch-wehleidiger-männerkrankheit ...! und dann spielt er allen ernstes mit dem gedanken, die op (so sie denn tatsächlich verschoben werden muss) erst nach seinem ski(!!)urlaub machen zu lassen, also ende november. also wenn bis dahin nix verkalkt und ossifiziert ist, das nicht verkalken und ossifizieren sollte, dann fress ich nen besen ... zwei beschädigte gelenke (alte verletzungen aus dem leistungssport, knie und ellenbogen) reichen ja nicht, denn aller guten dinge sind ja bekanntermaßen drei. *kopf>tisch*

ich ärgere mich so dermaßen über diese beratungsresistenz …! es ist ja okay, wenn er mir nicht glaubt – ich bin ja auch kein mediziner, meine im prinzip nur herum und meine medizinische erfahrung ist rein anekdotisch. aber. ich habe mehrere mediziner mit richtig, richtig viel erfahrung in der familie. und die teilen ihre erfahrungen gern. mal ganz abgesehen davon, dass ihm sicher auch der behandelnde arzt die eine oder andere empfehlung mitgegeben haben dürfte.

wegen des stresses im büro nimmt er derzeit seine chef-attitüde mit heim, sodass es in der beziehung allgemein grade merklich hakt und ich auch nur schlecht mit ihm reden kann. gnah! genau was man so braucht.