2017-05-30

#732 - warteschleife und rant

mitte mai bekam ich eine jobanfrage für einen job in einem fachbereich, der sozusagen mittig in meine expertise fällt und den ich sehr spannend finde.
das team, in dem ich mitwirken wollen würde, würde dabei nicht mit dem unternehmen direkt zusammenarbeiten, sondern mit deren externem dienstleister. von denen kam die anfrage, und sie verhalten sich ... nun, merkwürdig. 

start des projektes soll(te?) der 1.6. sein, und die zielvorgabe - anzahl der zu erstellenden einträge bis zum termin x - ist sportlich. deswegen musste einsfixdrei „am besten gestern“ ein angebot erstellt werden, zu dem x-und-drölfzig nachfragen zu klären waren. dann kam - deutlich später - eine mail mit "das ist ja sehr interessant, aaaaaaaber ...". wir klärten zügig, inwieweit wir zu änderungen oder zugeständnissen bereit wären, und kommunizierten dies ebenso zügig. 

darauf folgte (immerhin diesmal auch zügig) die antwort, naja, nein, so kämen wir nicht zusammen, und es hätte sich ja auch ein weiterer anbieter gefunden, der dieseundjene qualifikation und jahrelange erfahrung auf dem gebiet hätte und vor ort wäre und sofort und vollzeit zeit hätte. und bei dieser geballten expertise wäre das eine schier unfassbar perfekte lösung. aber einen halben mann* von unserem ursprünglichen team könne man noch brauchen. man entscheide sich und meldet sich dann. 

das hätte ende der letzten woche passieren sollen. wir erinnern uns: start soll übermorgen sein. passiert ist nix. 

supergeiles geschäftsgebaren, würde ich sagen. 

*der sprachlerbereich ist so was von nachdrücklich weiblich dominiert. aber selbstverständlich ist in den mails mal wieder von "einem (bzw. anderthalb) mann" die rede. und der phänomenalexperte ist auch männlich. natürlich. das zeigt mir, dass es der richtige ansatz ist, in der beruflichen kommunikation nicht sofort preiszugeben, dass ich keine bällchen südlich des nabels besitze, in denen meine geballte technische fachkompetenz baumelt. 

grrr!!

edit: meckern hilft anscheinend, selbst, wenn es nur ein rant in den finstren weiten des internetzes ist. es gab feedback (wenn auch erst auf nachfragen), und nun scheint es doch loszugehen.
ich bin gespannt. 

2017-05-08

#731 - kleiner geburtstagsrant

keine frage, es es freut mich wirklich ehrlich sehr, dass liebe menschen an meinem geburtstag an mich denken und mir das auch mitteilen. aber das dauernde telefongebimmel macht mich rasend.

abgesehen davon, dass die allermeisten anrufer wissen (sollten), wie sehr ich telefonieren (insbesondere angerufen-werden) hasse: wie wahrscheinlich ist es, dass man an einem normalen arbeitstag a) tagsüber ungelegen anruft und b) der hundertdrölfzigste anrufer ist?
anderntags rollen dann die leicht gekränkten meldungen ein: "ich habe dich ja nicht erreicht!" - mesdames, messieurs, für wen ruft ihr an, für mich oder für euch?
und die "erster!"-anrufer: es hat gründe, dass mein schlaufon nachts in den flugmodus geschaltet ist ...
mit schriftlichen grüßen tut man mir einen beDEUtend größeren gefallen.


ja, und dann war da noch die ex-affäre aus wirklich sehr lang vergangenen zeiten, dem ich seit 5 (?) jahren nicht mehr geantwortet habe. was treibt den mann um, dass er immer noch alljährlich zwo mal pünktlich wie uhrwerk schreibt? (zum geburtstag und zu weihnachten/jahreswechsel.) da habe ich allem anschein nach einen sehr bleibenden eindruck hinterlassen. (und dabei haben wir uns nicht im guten getrennt ...)
ich verstehe es nicht.
wie bringe ich ihm halbwegs schonend bei, dass ich auf einen fortgesetzten kontakt keine lust habe? ghosting scheint er nicht zu verstehen (und nett ist es ganz sicher auch nicht, keine frage). aber was sage ich ihm? ich hatte ja gehofft, dass keine antwort nach so langer zeit auch eine antwort sei. allem anschein nach habe ich das letzte mal zu freundlich reagiert. aber wie macht man das besser? wir haben vor mehr als 20 jahren den persönlichen kontakt eingestellt, und es interessiert mich wirklich null, was er und weib und kindelein machen ...

*grummelnd ab*

2017-05-05

#730 - ich brauche feminismus. dringend. viel davon.

donnerstag mittag. der gatte, mein vater und ich sitzen beim mittag. ich erzähle von einer neuen geschäftlichen unternehmung und mache ein witzchen darüber, dass ich ab jetzt eine gute partie sei. der vater hakt ein, das sei ich doch schon immer gewesen, nur halt nicht finanziell. ich korrigiere: gute partien werden immer finanziell gewertet.

da meint der vater. ja, also im gepfefferten sprüchebeutel stünde dazu, manche schwiegerväter gäben ihren schwiegersöhnen ja ein gutes stück brot und ein schlechtes stück fleisch dazu. also er habe seinem schwiegersohn ja ein sehr gutes  ... da bin ich reingegrätscht, ehe er den satz beenden konnte, und habe SEHR nachdrücklich festgestellt, dass jemand, der mich allen ernstes als stück fleisch bezeichnet, im allermildesten fall erheblich eine aufs maul bekommt.
da grinste der vater noch. ich musste also wirklich und wahrhaftig noch mal sagen, dass ich das tatsächlich vollkommen und total unwitzig finde und für eine überragende frechheit halte.

mein vater bezeichnet mich also indirekt als stück fleisch, das einem schwiegersohn geschenkt wird. und merkt nicht einmal, was er da von sich gibt.

unfassbar.